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München - Stefan Effenberg hält einen Wechsel von Kai Havertz zu einem Topklub für ein großes Risiko. Die Leistungen des FC Bayern seien auch dank Hansi Flick Weltklasse.

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Liebe Fußball-Freunde,

das Spiel in Leverkusen hat es gezeigt: Der FC Bayern ist in der Liga das Maß aller Dinge.

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Jetzt zeigt sich die Qualität und Klasse der Bayern. Was sie spielen, ist absolute Weltklasse, das beeindruckt mich. Die Spitze ist ein Stück weit enger zusammengerückt, aber die Bayern werden trotzdem zum achten Mal hintereinander Meister. Dortmund spielt auch eine überragende Saison, aber die Münchner sind in anderen Sphären.

Die Schachzüge von Hansi Flick haben zu einhundert Prozent gepasst. Er hat David Alaba in die Mitte gezogen und Joshua Kimmich in die Mittelfeldzentrale. Alphonso Davies macht auf der linken Außenverteidigerposition einen überragenden Job. Um so ein Selbstbewusstsein auszustrahlen, wie es die Führungsspieler Kimmich und Leon Goretzka machen, braucht man das Vertrauen des Trainers.

Havertz-Verbleib eine Möglichkeit

Auch der Nachwuchs kommt langsam. Wichtig war der Schritt in die Dritte Liga für die zweite Mannschaft, da werden die Talente entsprechend gefordert.

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Ein großes Talent ist auch Kai Havertz, über dessen Zukunft viel diskutiert wird. Für seine Entwicklung sollte er auch überlegen, noch ein weiteres Jahr in Leverkusen zu spielen, wo er das Vertrauen bekommt und auch spürt.

Wenn Havertz bei Real Madrid wie in dieser Saison keine gute Hinrunde spielt, dann wird er in der Rückrunde kein Stammspieler sein. Diese Garantie bekommt er aber in Leverkusen. Bei den Topklubs - Bayern München, Real Madrid, Manchester City, FC Barcelona oder FC Liverpool - hat er die nicht.

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Drei Gründe für Werner-Wechsel

Ein Stück weiter ist die Zukunftsplanung bei Timo Werner, der vermutlich zum FC Chelsea wechselt. Für diesen Wechsel gibt es aus meiner Sicht drei Gründe:

Der erste Punkt ist die unglaubliche Wertschätzung, die er von den Verantwortlichen bekommen hat. Der zweite Grund: Weil Chelsea in den letzten Jahren nicht so erfolgreich war, ist es für Werner eine große Möglichkeit und auch Herausforderung, den Klub wieder an die Spitze zu bringen - nicht nur in der Premier League, sondern auch in der Champions League. Der dritte Grund ist das Geld, er verdoppelt oder verdreifacht sein Gehalt.

Wertschätzung für einen Spieler ist unglaublich wichtig. Die Chelsea-Bosse haben ihm gesagt: Wir wollen und brauchen dich, du bist unser Mann. Diese Wertschätzung hat er beim FC Bayern nicht zu einhundert Prozent bekommen.

Euer
Stefan Effenberg

Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Borussia Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 bildet der 51-Jährige mit Marcel Reif und Reinhold Beckmann das feste Experten-Team des CHECK24 Doppelpass.