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Paderborn - Jadon Sancho meldet sich mit einem Dreierpack gegen Paderborn zurück. Mit einer besonderen Aktion sorgt er dafür, dass ihm dieser Tag in Erinnerung bleibt.

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Das 6:1 (0:0) beim SC Paderborn war für Jadon Sancho dann doch nicht einfach nur irgendein Pflichtsieg. Der BVB-Angreifer erzielte mit den Treffern zum 1:0, 3:0 und 6:1 seinen ersten Hattrick überhaupt.

"Solide Leistung vom Team. Ich freue mich total darüber, meinen ersten Profi-Hattrick erzielt zu haben", schrieb der 20-Jährige hinterher auf Instagram.

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Sein erster Dreierpack soll für immer in Erinnerung bleiben. Deshalb schnappte sich Sancho nach dem für ihn denkwürdigen Match den Spielball und ließ ihn in der Kabine von allen Teamkollegen unterschreiben.

Jadon Sancho sammelt nach seiner Gala in Paderborn Autogramme
Jadon Sancho sammelt nach seiner Gala in Paderborn Autogramme © instagram.com/sanchooo10

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Sancho setzt neue Maßstäbe

Der zuletzt angeschlagene und etwas pomadig wirkende Sancho knüpfte in Paderborn an seine Top-Leistungen vor der Corona-Pause an. Er erzielte die Saisontreffer 15, 16 und 17 und ist jetzt der jüngste Spieler in der Geschichte der Bundesliga, der die 30-Treffer-Marke geknackt hat. Für bislang 30 Tore und 38 Assists brauchte der Außenstürmer gerade einmal 73 Ligaspiele.

In der laufenden Saison steht der BVB-Star jetzt schon bei 17 Toren und 17 Assists. Damit schoss er sich ganz nebenbei auch noch an die Spitze der Bundesliga-Scorerliste - vor Bayern-Star Robert Lewandowski (33) und Leipzig-Torjäger Timo Werner (32).

Jadon Sancho macht auf Gewalt aufmerksam

In Paderborn machte Rekord-Sancho nicht nur mit seinen drei Toren, sondern auch mit einer politischen Botschaft auf sich aufmerksam. Den Treffer zum 1:0 feierte der Nationalspieler, indem er an den infolge von Polizeigewalt ums Leben gekommenen Afroamerikaner Georg Floyd erinnerte ("Justice for George Floyd").

Den Paderborn-Hattrick bezeichnete Sancho als "bittersüßen Moment", schließlich gebe es zurzeit wichtigere Dinge auf der Welt, die man ansprechen müsse.

"Wir sollten uns nicht davor fürchten, das Richtige anzusprechen", schrieb der Fußball-Profi: "Wir müssen näher zusammenrücken und für Gerechtigkeit kämpfen. Zusammen sind wir stärker!"