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Borussia Mönchengladbach könnte auf den letzten Metern der Saison noch den wichtigen vierten Platz verpassen. Für Hans Meyer wäre das allerdings gar nicht so schlimm.

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Borussia Mönchengladbach muss nach der Niederlage im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern um Platz vier bangen. 

Nach einer phasenweise begeisternden Saison will Präsidiumsmitglied Hans Meyer von einer Enttäuschung aber trotzdem nichts wissen. 

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"Wenn wir Fünfter werden, wäre ich vor der Saison sehr zufrieden gewesen", erklärte der 77-Jährige im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1. Daran ändere auch die Tatsache, dass Gladbach die Tabelle zwischenzeitlich mit großem Vorsprung angeführt hatte, nichts. Noch ist die Fohlenelf Vierter, mit einem Sieg am Sonntag gegen den FC Schalke könnte der punktgleiche Fünfte Bayer Leverkusen jedoch vorbeiziehen. 

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"Platz vier wäre optimal und sensationell, wenn man unseren Etat sieht", führte der ehemalige Bundesliga-Trainer dennoch beharrlich aus und ergänzte: "Von den Mannschaften dort oben landen auch drei hinter uns."

Man habe die Chance auf eine bessere Platzierung nicht beim 1:2 in München vergeben, "sondern in den drei Spieltagen vor Bayern nur einen Punkt geholt. Wir haben gegen Freiburg verloren und gegen Bremen nur einen Punkt geholt. Wenn wir nur Fünfter werden, würde sich für mich persönlich die Enttäuschung sehr in Grenzen halten." 

Meyer zieht Vergleich zu Schalke

Kritisch merkte Meyer an, dass vor dem Samstagabendspiel in München wesentlich nur über die Personalsorgen der Bayern gesprochen worden sei, denen Robert Lewandowski und Thomas Müller gefehlt haben.  

"Bei uns redet aber keiner darüber, dass unser bester Spieler Denis Zakaria seit Wochen fehlt oder Alassane Pléa aus dubiosen Gründen gesperrt ist", merkte er an. "Die beiden sind genauso wichtig für uns wie die beiden für Bayern. Dann muss mit Marcus Thuram unser bester Spieler schnell raus. Bei uns waren fünf Spieler nicht dabei, die lebensnotwendig sind."

Im Fußball gebe es aber nichts, was zu Tränen rühren würde. "Natürlich würde es uns weh tun", weil man ohne die Einnahmen aus der Königsklasse weniger Geld für Investitionen zur Verfügung hätte. 

"Max Eberl (Sportdirektor, Anm.) hat sich eine richtige Belastung aufgehalst, weil die Erwartungen jedes Jahr steigen. Auch in zwei Jahren wird Borussia nicht Meister, das hat objektive Gründe. Die Spieler sollen hoffen und zittern, aber sie sollen nicht spinnen", sagte Meyer. 

Gleichzeitig zog er auch einen Vergleich zum FC Schalke: Die Königsblauen stünden "jetzt dort, wo sie stehen, weil sie früher immer gesagt haben, sie müssen Meister werden. Sie sind an ihren Erwartungen gescheitert." Diesen Fehler wolle man in Gladbach nicht begehen.