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Am Montagabend machten Meldungen die Runde, wonach das Land Nordrhein-Westfalen den hoch verschuldeten Bundesligisten FC Schalke 04 (198 Mio. Euro Verbindlichkeiten) mit einer Bürgschaft aus der Patsche helfen will.

Das Handelsblatt schrieb von einem Volumen in Höhe von 40 Millionen Euro. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat entgegen vieler Kritik Verständnis geäußert: "Das ist nicht ehrenrührig, wohlwissend natürlich, dass die Volksseele das möglicherweise anders empfindet", sagte der Geschäftsführer am Dienstag bei einem Medientermin in Dortmund.  

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"Von uns als Bundesligist wird immer verlangt, dass wir pünktlich unsere Steuern zahlen, was ja selbstverständlich ist. Wenn das Land nun aber beschließt, corona-geschädigten Unternehmen zu helfen, dann gehören wir aber für Viele auf einmal nicht dazu. Dann heißt es: Es kann nicht sein, dass Fußball-Vereine staatliche Kredite erhalten. Staatliche Kredite müssen zurückgezahlt werden. Das sind keine staatlichen Hilfen", sagte Watzke.  

Der BVB-Boss betonte aber auch, dass es "eine sehr sorgfältige Einzelprüfung" geben müsse, ob es bei Schalke auch wirklich "Corona-Effekte" seien. "Wenn das so ist", sagt Watzke, "verstehe ich nicht, wo da das große Problem sein soll. Ich verstehe nicht, wieso die Landesregierung da angegriffen wird."  

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte am Dienstag Berichte über die Schalke-Bürgschaft noch unbestätigt gelassen. "Es gibt keine Entscheidung in irgendeiner Bürgschaftsfrage", so der CDU-Politiker