Uri Siegel, Charlotte Knobloch und Karl-Heinz Rummenigge 2015
Uri Siegel, Charlotte Knobloch und Karl-Heinz Rummenigge 2015 © Getty Images
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Uri Siegel ist tot. Die Bosse des FC Bayern sprechen über die Bedeutung des Neffen von Kurt Landauer für den deutschen Rekordmeister.

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Bayern München trauert um Ulrich "Uri" Siegel, Neffe des langjährigen Vereinspräsidenten Kurt Landauer.

Wie der Rekordmeister am Samstag mitteilte, verstarb Siegel am Freitag im Alter von 97 Jahren. "Mit Uri Siegel ging der letzte Nachkomme unseres Ehrenpräsidenten Kurt Landauer von uns. Er wird dem FC Bayern fehlen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

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Siegel galt als einer der letzten jüdischen Überlebenden des Holocausts, die München noch aus der Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten kannte. Rummenigge sagte über sein Engagement: "Über viele Jahre stand er dem Präsidium und dem Vorstand des FC Bayern vertrauensvoll und verlässlich beratend zur Seite, wofür wir ihm zu großem Dank verpflichtet sind."

Präsident Herbert Hainer sagte über Siegel, dass er es "trotz seines bescheidenen Wesens verstand, mit wenigen Worten so wichtige Botschaften mitzuteilen."

Sein Onkel Kurt Landauer "prägte den FC Bayern wie kaum ein anderer in führenden Positionen, darunter 18 Jahre als Präsident in vier Perioden, zwischen 1904 und 1951", heißt es in der Mitteilung.

Siegel kehrte nach seinem Exil in Palästina nach Deutschland zurück und war später fast 20 Jahre lang Geschäftsführer der Israelitischen Kultusgemeinde Bayern.

Charlotte Knobloch, die derzeitige Präsidentin der Kultusgemeinde München und Oberbayern sagte: "Eine Welt ohne ihn und seine Erinnerungen ist eine ärmere."