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München - Thiago steht beim FC Bayern vor dem Abschied, aber Trainer Hansi Flick will ihn nur ungern ziehen lassen. Trotz Kimmich und Goretzka ist der Spanier für ihn nicht ersetzbar.

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So einfach gibt er seinen Edeltechniker nicht her!

Thiago hat die Verantwortlichen des FC Bayern davon in Kenntnis gesetzt, dass er nach sieben Jahren seinen Abschied aus München plant und auf eine Vertragsverlängerung bis 2023 verzichten will.

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Gespräche darüber führte der 29-jährige Spanier auch mit seinem Cheftrainer, der nach SPORT1-Infos im Ringen um Thiago allerdings noch lange nicht aufgegeben hat.

Flick kämpft um Thiago!

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Flick schwärmt von Thiago - und will ihn halten

Als "Ausnahmekönner" und "exzellenten Fußballer" bezeichnete der 55-Jährige seinen zentralen Mittelfeldspieler zuletzt.

Flick schätzt die Qualitäten des 37-fachen spanischen Nationalspielers über alle Maßen und schwärmt auch von seinen außergewöhnlichen Trainingsleistungen.

Soll heißen: Thiago in fittem Zustand ist unter Flick gesetzt. Vor allem, wenn er sich derart präsentiert, wie in der Rückrunde.

Trotz Kimmich und Goretzka: Thiago nicht ersetzbar

Als dem nicht so war, sich Thiago im November vergangenen Jahres im Formtief befand und im Zentrum nicht mehr für Stabilität sorgen konnte, setzte ihn Flick  in der Liga dreimal in Folge auf die Bank. Spieler und Trainer führten Gespräche darüber, was Flick von ihm erwartet, woraufhin Thiago wieder aufblühte.

Obwohl Joshua Kimmich und Leon Goretzka Thiago aufgrund dessen Leisten-OP zuletzt hervorragend vertreten konnten, käme Flick nie auf die Idee, Thiago als ersetzbar zu bezeichnen.

Zu wichtig sind ihm dessen Qualitäten im Spielaufbau und sein Auge für die Mitspieler.

Starke Zahlen sprechen für den Bayern-Regisseur

Thiago absolvierte 75 Prozent seiner Bundesliga-Minuten in der laufenden Saison im defensiven Mittelfeld. Eine Passgenauigkeit von 90 Prozent spricht für sich.

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Auch, dass er mit 109 Ballaktionen pro 90 Minuten ligaweit führend ist. Zudem gewinnt er im Schnitt 59 Prozent seiner Zweikämpfe und kann eine 84-prozentige Erfolgsquote mit seinen Dribblings vorweisen.

Ein weiterer Grund, warum Flick die Hoffnung auf einen Thiago-Verbleib nicht aufgeben will, ist der ohnehin dünn besetzte Kader der Münchner. Hinzu kommt: Javi Martínez ist nur noch Ergänzungsspieler, Corentin Tolisso gilt als Verkaufskandidat und Michaël Cuisance braucht noch Zeit.

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Flick wünscht sich Transfer für das Zentrum

Deshalb wünscht sich Flick, unabhängig von einem vorzeitigen Thiago-Abgang, Verstärkung für das Zentrum. Ganz oben auf dessen eigener Wunschliste steht Kai Havertz, der, wie Thiago, gerne in diesem Sommer wechseln würde.

Allerdings könnten sich beide Wünsche aufgrund der Unwägbarkeiten durch die Corona-Krise erst 2021 erfüllen.

In diesem Fall könnte Flick zumindest noch ein weiteres Jahr auf die Qualitäten von Thiago bauen.