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Dortmund - Der BVB hat mit "dramatischen" Einnahmen-Verlusten zu kämpfen. Die Stars tragen ihren Teil dazu bei, dass man sich um den Klub trotzdem keine Sorgen machen müsse.

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Die Corona-Krise trifft auch Vize-Meister Borussia Dortmund hart.

Der börsennotierte Klub rechnet für die Saison 2019/2020 mit einem Fehlbetrag von 45 Millionen Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der BVB noch einen Gewinn von 17,4 Millionen Euro erwirtschaftet. 

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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte am Dienstag in einer Medienrunde: "Das tut uns weh. Die fehlenden Einnahmen sind dramatisch. Es geht ja nicht nur um die fehlenden Zuschauereinnahmen von rund vier Millionen Euro pro Spiel, sondern auch um weniger TV- und Vermarktungsgelder. Wir stehen vor einem gigantischen Berg von Risiken."

BVB-Stars verzichten weiter auf Gehalt 

Was bislang nicht bekannt war: Die Spieler und der Trainerstab verzichten aufgrund der anhaltenden Krise weiterhin auf Gehalt – und zwar bis zum Jahresende! "Der Gehaltsverzicht von uns und der Mannschaft geht über das Saisonende hinaus", verriet Watzke. "Wir verzichten bis 31.12. weiter." 

Nach SPORT1-Informationen verzichten die BVB-Profis auf 10 Prozent ihres Gehalts. In der Zeit, in der der Ball nicht rollte, waren es sogar 20 Prozent. 

Jährlich geben die Dortmunder für ihre 850 Mitarbeiter Personalkosten in Höhe von 205,1 Millionen Euro aus. 150 Millionen davon fließen allein in den Profi-Kader. Durch den Gehaltsverzicht der Lizenzspieler sparen die Dortmunder pro Monat 1,25 Millionen. 

Watzke: "Niemand muss sich Sorgen machen"

Watzke, der mit Michael Zorc (Sportdirektor), Sebastian Kehl (Lizenzspielerchef) und Carsten Cramer (Marktingchef) ebenfalls auf Gehalt verzichtet, betont: "Es war der ausdrückliche Wunsch der Mannschaft, das zu tun, damit weiterhin keiner der Mitarbeiter in Kurzarbeit geht."

Auch wenn die Corona-Krise den BVB hart trifft, betont der 61-jährige Watzke, dass sich "niemand Sorgen machen muss um den BVB".

Das Eigenkapital des Bundesliga-Zweiten wird auf 355 Millionen Euro beziffert. "Wir könnten zwei bis drei Jahre so auskommen, hoffen aber natürlich, dass sich alles wieder normalisiert."