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Dortmund - Der BVB hat in den vergangenen Spielzeiten erheblich auf dem Transfermarkt investiert. Für die kommende Saison dürfte das aber anders aussehen.

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In Thomas Meunier (ablösefrei von Paris St. Germain) hat der BVB bereits den ersten Neuzugang für die neue Saison vorgestellt.

Zeitnah soll auch die Verpflichtung von England-Talent Jude Bellingham (17, Birmingham City) für rund 22 Millionen Euro über die Bühne gehen. Der Transfer stockt zurzeit zwar noch. Obwohl etliche Top-Klubs im Rennen um das Mittelfeld-Juwel sind, ist der BVB aber guter Dinge.

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Nach Meunier und Bellingham wären die Transferplanungen des Vizemeisters auch schon so gut wie abgeschlossen. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte am Dienstag: "Wir planen keine Neuzugänge mehr. Jeder Trainer auf diesem Planeten hat irgendwann realisiert, dass wir in Corona-Zeiten leben."

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Watzke: "Wir sind alle im Blindflug unterwegs"

Die finanzielle Notlage, die mit der Corona-Krise einhergeht, schränkt auch den Vizemeister der Bundesliga arg ein. "Wir haben im letzten Jahr sehr viel in Transfers investiert und hatten demnach hohe Abschreibungen", sagt der 61-jährige Geschäftsführer.

Watzke verwies auf die am Montag veröffentlichte Gewinn-Verlust-Rechnung, wonach der Pott-Klub für die Saison 2019/2020 mit einem Fehlbetrag von 45 Millionen Euro rechnet.

Watzke: "Wir sind alle im Blindflug unterwegs. Wir gehen davon aus, dass auf der Abgabeseite nicht viel passiert, weil der Transfermarkt tot ist. Auf der Einnahmeseite wird demnach wohl auch nichts mehr passieren. Wenn man keinen Staat oder Multimillionär hinter sich hat, dann sollte man aktuell vorsichtig sein."

BVB: Keine Kampfansage an Bayern

Zudem verzichtete der 61-Jährige vor der neuen Saison auf eine Kampfansage an den FC Bayern. "Wir spielen dieses Spiel mit den Zielen nicht mehr mit", erklärte Watzke.  

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Vor der vergangenen Spielzeit hatte der BVB die Meisterschaft als Ziel ausgerufen. "Jahrelang sind wir kritisiert worden, dass wir das Ziel Meisterschaft nicht ausgegeben haben. Wir haben letztes Jahr gesagt, dass wir versuchen wollen, Meister zu werden. Dieses 'versuchen wollen' wurde in den Medien nach wenigen Wochen rausgestrichen", sagte Watzke.

Der BVB landete in der abgelaufenen Saison mit 13 Punkten Rückstand auf Serienmeister München auf Rang zwei. Dass man kein offizielles Ziel ausgebe, heiße aber nicht, "dass wir nicht ambitioniert sind", so Watzke: "Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen."