Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l.) freut sich mit Marcel Sabitzer
Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l.) freut sich mit Marcel Sabitzer © Imago
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Sinsheim - Bei der Rückkehr von Julian Nagelsmann entführt RB Leipzig drei Punkte aus Hoffenheim. Im Spiel eins nach Alfred Schreuder haben die Gastgeber am Anfang großes Pech.

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Das Doppelpack-Debüt von Dani Olmo hat die Champions League für RB Leipzig zum Greifen nahe gebracht.

Die Leipziger gewannen bei der ersten Rückkehr von Trainer Julian Nagelsmann an die alte Wirkungsstätte 2:0 (2:0) bei der TSG Hoffenheim. Durch den Sieg beim Auftakt in den 31. Spieltag der Bundesliga festigten die seit zwölf Partien ungeschlagenen Sachsen den dritten Tabellenplatz.

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"Das war heute ein wichtiger Big-Point - wir haben in der nächsten Woche die Chance, unseren Einzug in die Champions League klar zu machen. Die wollen wir nutzen", sagte Nagelsmann.

Der CHECK24 Doppelpass mit Julian Nagelsmann und Hans Meyer am Sonntag ab 11 Uhr LIVE auf SPORT1

Elfmeter für TSG zurückgenommen

Beim Geisterspiel in Sinsheim war Nagelsmanns Mannschaft zunächst nur körperlich anwesend. Das Team um Nationalstürmer Timo Werner, der in der kommenden Saison wohl für den FC Chelsea auflaufen wird, geriet in die Defensive. Christoph Baumgartner vergab die große Chance zur TSG-Führung (4.).

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Danach überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem Foul von RB-Torwart Peter Gulacsi an Munas Dabbur entschied Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) zunächst auf Strafstoß (5.). Nach Überprüfung durch den Video-Assistenten wurde der Elfmeter aufgrund eines vorherigen Handspiels von Baumgartner zurückgenommen. (Der Liveticker zum Nachlesen)

Darauf angesprochen, sagte Nagelsmann bei Amazon: "Wir hatten in den letzten Wochen den Spielverlauf nicht immer auf unserer Seite, heute schon. Wir haben mit den ersten beiden Chancen die Tore gemacht, in der 2. Halbzeit hatten wir klare Chancen, waren dem dritten Tor nahe. Wir haben das Spielglück ein bisschen auf unserer Seite gehabt, aber unverdient haben wir nicht gewonnen."

"Dani hat extreme Qualität in der Box"

Der Spanier Olmo, der zu Jahresbeginn für 19 Millionen Euro von Dinamo Zagreb zu RB gewechselt war, traf zweimal (9. und 11.). "Dani hat extreme Qualität in der Box", sagte der Leipziger Sportdirektor Markus Krösche bei DAZN: "Deshalb haben wir ihn verpflichtet." 

Der geadelte Winter-Neuzugang sagte: "Es fühlt sich toll an, meinen ersten Doppelpack für Leipzig  erzielt zu haben. Der Sieg ist aber wichtiger. Das gibt uns für die noch ausstehenden Spiele Rückenwind, um die Champions League zu erreichen."

Die Hoffenheimer, die sich am Dienstag von Nagelsmann-Nachfolger Alfred Schreuder getrennten hatten, kassierten die erste Niederlage nach vier Partien ohne Pleite. Dennoch kämpft die TSG weiter um den Einzug in die Europa League. (Tabelle der Bundesliga)

Nach der Trennung vom früheren Nagelsmann-Assistenten Schreuder wegen "Differenzen über die Ausrichtung des Klubs" wurden die Kraichgauer in den Tagen vor der Partie von einem Sextett betreut. Neben Sportchef Alexander Rosen gehörten Co-Trainer Matthias Kaltenbach, Michael Rechner, Timo Gross, Marcel Rapp und Ex-Profi Kai Herdling dem Betreuer-Team an.

Dabbur trifft nur die Latte

"Diese Konstellation war so in keinster Weise geplant", sagte Rosen, der vor dem Anpfiff Gerüchte über Dissonanzen zwischen Schreuder und den Profis zumindest in Teilen bestätigte: "Es gab sicher Meinungsverschiedenheiten. Aber das war alles im normalen Bereich."

Die Gäste, die ohne den gesperrten Dayot Upamecano auskommen mussten, nutzten die Verwirrung bei den Hoffenheimern eiskalt aus. Der Doppelschlag Olmos, der seine Bundesligatore Nummer zwei und drei erzielte, offenbarte große Schwächen in der TSG-Defensive.

Danach ging es wild weiter. Die Kraichgauer, bei denen der gesperrte Kapitän Benjamin Hübner fehlte, drängten auf den Anschluss. Die größte Möglichkeit vergab Dabbur, der per Kopf die Latte traf (27.). Elf Minuten später scheiterte Baumgartner an Gulacsi. Auf der Gegenseite ließ Werner ie Großchance auf das dritte RB-Tor ungenutzt (44.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam der kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric bei der TSG ins Spiel. Sebastian Rudy vergab die Möglichkeit zum Anschluss (52.) für die engagierten Gastgeber. Wie über weite Strecken der ersten Hälfte war Leipzig viel zu passiv, die Zwei-Tore-Führung für den Königsklassen-Viertelfinalisten war schmeichelhaft. Erst in der Schlussphase drehte Leipzig noch mal auf, allein Christopher Nkunku vergab mehrfach, ein später Versuch klatschte an den Pfosten (90.+2).