Schalkes Horrorserie setzt sich auch gegen den VfL Wolfsburg fort
Schalkes Horrorserie setzt sich auch gegen den VfL Wolfsburg fort © Imago
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Gelsenkirchen - Schalkes Horrorserie geht auch am 33. Spieltag weiter. Gegen den VfL Wolfsburg gibt es nichts zu holen. Die Gäste lösen derweil das Ticket zur Europa League.

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Nach der Fortsetzung ihrer Horrorserie verschwanden die Spieler von Schalke 04 ganz schnell in der Kabine, die Wolfsburger klopften sich hingegen auf die Schultern und freuten sich über ihre achte Europacupteilnahme.

Die Niedersachsen, nach der Hinrunde noch sechs Punkte hinter den Gelsenkirchenern, lösten durch das souveräne 4:1 (1:0) bei den erneut enttäuschenden Schalkern das Ticket für die Europa League. Die abgestürzten Königsblauen warten dagegen seit 15 Bundesligaspielen auf einen Dreier. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Wagner: "Froh, wenn die Saison zu Ende ist"

"Wenn du so einen Negativlauf hast, ist es eine extrem lange Saison - für jeden. Dann fühlt es sich noch schlimmer an. Es gibt sicher einige Spieler, die mit der Situation nicht so gut klar kommen wie andere. Wenn wir das Spiel in Freiburg gespielt haben, können wir froh sein, dass die Saison zu Ende ist", sagte Schalkes Cheftrainer David Wagner bei Sky.(Spielplan und Ergebnisse)

Dessen Auftritt seit Wochen sind bezeichnend. Wagner findet keine Mittel, hat die Saison nach so einer Auzssage wohl bereits abgehakt - was einem Offenbarungseid gleichkommt -, bringt aber trotzdem nicht konsequent die jungen Talente wie Ahmed Kutucu oder Malick Thiaw. In der Rückrundentabelle steht Schalke mit neun Punkten auf Rang 17. Nach dem Auftaktsieg im Januar gegen Mönchengladbach brachen mit der Klatsche in München alle Dämme. Warum ist rätselhaft.

Der CHECK24 Doppelpass mit Oliver Bierhoff am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Schalke gegen Wolfsburg chancenlos

Ohne Klubboss Clemens Tönnies, der nach dem Corona-Ausbruch in seinem Schlachtbetrieb unter Quarantäne steht, auf der Tribüne knüpften die ersatzgeschwächten Schalker an ihre schwachen Rückrundenleistungen an. Der Niederländer Weghorst entschied mit seinen Saisontoren 15 und 16 die Partie. Zudem trafen Kevin Mbabu (59.) und Joao Victor (69.). Rabbi Matondo (70.) verkürzte für die Gastgeber.

Schalke-Coach David Wagner musste erneut auf acht verletzte Spieler verzichten. Immerhin konnte Ersatzkapitän Daniel Caligiuri nach Gelbsperre wieder mitwirken, sein Debüt in der Startelf gab der 19-jährige Levent Mercan, einer von vier Spielern unter 21 Jahren. Die Verletzten dürfen aber keine Ausrede für die erschreckend schwachen Auftritte seit Monaten sein - ausgenommen das 1:1 in der vergangenen Woche gegen Leverkusen.

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"Wir schlagen uns selbst" - Schalke am Boden

"Wir sind in einer Scheiß-Situation. Wir schlagen uns selbst", sagte Caligiuri bei Sky. Die Frage ist eher, wie sich die Knappen für die neue Saison aufstellen können. Die finanziellen Nöte sind bekannt. Wäre überhaupt Geld da, einen weiteren entlassenen Trainer zu bezahlen? Was wird aus den teuren Leihspielern wie Mark Uth? - von Neuzugängen für eine selbst mit allen Verletzten zurück kaum-europareife Mannschaft.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Wölfe mit Kampfansage an Bayern

Die Gäste begannen selbstbewusst und mit der ersten hochkarätigen Torchance: Nach Doppelpass mit Josip Brekalo schoss Daniel Ginczek jedoch über das Tor (7.). Auch Brekalo selbst verfehlte mit einem abgefälschten Schuss noch knapp das Ziel (15.). Eine Minute später schaltete Weghorst am schnellsten, als die Schalker Abwehr den Ball nicht unter Kontrolle bekam, und traf zur verdienten Wolfsburger Führung. 

"Europa war klar unser Ziel. Dass wir es hier heute geschafft haben, ist einfach super", sagte Wout Weghorst bei Sky. Der Doppel-Torschütze (16. und 56.) formulierte aber noch ein klares Ziel für das Saisonfinale gegen Meister Bayern München: "Wir wollen mit Platz sechs direkt in die Gruppe rein. Wenn wir das schaffen, haben wir das absolut Maximale herausgeholt." Die punktgleiche TSG Hoffenheim reist als Siebter nächste Woche zu Vizemeister Borussia Dortmund.

Und Schalke? Stand sich buchstäblich selbst im Weg. Nach einem Solo zog Matondo ab und traf seinen Stürmerkollegen Michael Gregoritsch (21.). Es dauerte bis zur 45. Minute, bis Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels bei einem Schuss von Weston McKennie erstmals eingreifen musste. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Nach der Pause drückte Schalke kurz auf das Gaspedal: Nach der ersten sehenswerten Kombination über McKennie und Juan Miranda scheiterte Caligiuri an Casteels (55.). Im Gegenzug sorgte Weghorst nach genialem Pass von Renato Steffen für die Entscheidung. Nach einem Pfostenschuss von Ginczek erhöhte Mbabu auf 3:0. Das Spiel war damit entschieden.