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Bremen - Dem FC Bayern München ist nach dem Erreichen des Meistertitels alles zuzutrauen. Doch nicht nur der aktuelle Trainer Hansi Flick hat Anteil am Erfolg. Der SPORT1-Kommentar.

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Können Sie sich noch an den FC Bayern vom 2. November 2019 erinnern?

An besagtem Tag verloren die Münchner 1:5 bei Eintracht Frankfurt. Die Mannschaft zerfiel in ihre Einzelteile, die Leistung glich einer Offenbarung. In der Kabine rumorte es.

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228 Tage später feiert der FC Bayern am 32. Spieltag seinen achten Meistertitel in Folge und den 30. Bundesliga-Triumph der Vereinsgeschichte. Hochverdient und seit Monaten kaum gefährdet. Die Stimmung im Verein ist blendend wie selten. (Service: TABELLE der Bundesliga)

Selbst Reservisten folgen Flick bedingungslos

Die Bayern feiern nach dem 1:0 beim SV Werder Bremen vorzeitig den Titel, weil sie seit Monaten wie aus einem Guss spielen und eingespielt sind. Wanken sie, wie zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach, berappeln sie sich und schlagen irgendwann eiskalt zu – oder sie halten die Null bis zum Schluss, wie in Bremen, weil Manuel Neuer wieder Weltklasse ist.

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Vater des Erfolgs ist vor allem Hansi Flick, der nach dem Frankfurt-Debakel für Niko Kovac übernahm. Er hat nicht nur den Erfolg an die Säbener Straße zurückgebracht, er hat ein Ensemble aus Stars, Diven und Talenten zu einer echten Einheit geformt, sodass ihm selbst die Reservisten bedingungslos folgen.

Auch Kovac hat seinen Anteil

Flick setzte auf Eingespieltheit statt Rotation, er festigte die Defensive und gab der Mannschaft ihre heißgeliebte Doppelsechs zurück. Er stärkte Führungsspieler wie Thomas Müller und Jérôme Boateng, die unter Kovac schwach waren. Die Corona-Pause wurde genutzt, um sich körperlich in Topform zu bringen.

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Kovac ist an diesem Meistertitel mitbeteiligt, denn unter seiner Regie haben die Bayern in der Gruppenphase der Champions League mit furiosen Auftritten unter Beweis gestellt, dass sie zu Höchstleistungen im Stande sind. Nicht zu vergessen, dass es Kovac war, der Alphonso Davies beim 1:5 in Frankfurt zum zweiten Mal in Folge als Linksverteidiger in der Startelf aufbot und David Alaba erstmals in dieser Saison als Innenverteidiger. Nicht zu vergessen, dass es Kovac war, der Flick nach München gelotst hat. "Ich bin Niko sehr dankbar dafür", sagte Flick am Dienstagabend im Moment des Erfolgs.

In der aktuellen Form ist den Münchnern in dieser Saison das Triple zuzutrauen. "Step by step" will sich Flick zu diesem Ziel hinarbeiten, denn erstmal sei der "Pokal das Ziel".

Unmöglich ist unter Flick beim FC Bayern jedenfalls nichts mehr.