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München - Der FC Bayern feiert einen späten Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Leon Goretzka sorgt dafür, dass die Münchner den Titel am Dienstag perfekt machen können.

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Als fast alle abschalteten, startete Benjamin Pavard durch.

In der 86. Minute spurtete der Franzose einem Ball auf der rechten Seite hinterher und hielt ihn gerade noch im Spiel. Gegenspieler Oscar Wendt hatte einen Moment zu früh abgeschaltet und kam nicht mehr hinterher. Pavard schaute, bediente den durchgestarteten Leon Goretzka - Tor. Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende stand der zehnte Sieg in Folge. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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Durch diesen Kraftakt gewann der FC Bayern München mit 2:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach und kann den 30. Meistertitel der Vereinsgeschichte am Dienstag aus eigener Kraft perfekt machen. "So ein spätes Tor zu machen zu einem Sieg, der uns am Dienstag die Meisterschaft ermöglicht, macht mich überglücklich", erklärte Siegtorschütze Goretzka nach dem Spiel bei Sky.

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Flick freut sich über "Big Points"

"Ich bin happy, dass die Mannschaft das so umgesetzt hat, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war. Das sind drei richtige Big Points", freute sich Bayern-Trainer Hansi Flick, der neben Lewandowski auch auf den gesperrten Thomas Müller verzichten musste, über den Erfolg gegen den Tabellenvierten. Zu Pavard, der seinen dicken Patzer vor dem Gegentor wieder gut machte, sagte der Bayern-Trainer: "Benji ist ein Profi, man kann sich zu hundert Prozent auf ihn verlassen. Wir spielen ab und zu mit sehr viel Risiko. Das solche Situationen ins eigene Tor gehen, ist manchmal so. Umso schöner, dass er das entscheidende Tor vorbereitet."

Es war der französische Weltmeister, der mit einem Eigentor den zwischenzeitlichen Gladbacher Ausgleich besorgt hatte. In der 37. Minute beförderte Pavard eine gegnerische Hereingabe relativ unbedrängt ins eigene Tor.

Zuvor hatte Joshua Zirkzee, der den gelbgesperrten Robert Lewandowski ersetzte, die Münchner in Führung gebracht. Dabei profitierte der Niederländer wiederum von einem Patzer des Gladbacher Schlussmanns Yann Sommer, der ihm den Ball vor die Füße spielte. "Ganz klarer Fehler von mir, ich habe die falsche Entscheidung getroffen", haderte Sommer.

Während die Münchner am Dienstag mit einem Sieg bei Werder Bremen die Champagner korken knallen lassen könnten, könnten die Gladbacher am Sonntag von Bayer Leverkusen von den Champions-League-Rängen verdrängt werden. (Spielplan der Bundesliga)

Das Spiel zeugte über weite Strecken von einem hohen Tempo. Nach 11 Minuten hatte Michael Cuisance, der sein Startelfdebüt feierte, die erste Schusschance, verzog jedoch. Kurz zuvor musste Gladbach-Stürmer Marcus Thuram verletzungsbedingt auswechseln.

Zirkzee trifft nach Sommer-Patzer

Wenige Minuten später erzielte Jonas Hofmann die vermeintliche Führung für die Gladbacher, der Videoassistent erkannte aber eine hauchdünne Abseitsstellung. In der 22. Minute hatte der für Alphonso Davies ebenfalls neu in die Startelf gerückte Lucas Hernández die Riesenchance zur Bayern-Führung, scheiterte jedoch an Sommer.

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Dann überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst scheiterte Breel Embolo an Manuel Neuer, vergab dann den Nachschuss aus kurzer Distanz. Im Gegenzug patzte Sommer, als er Joshua Zirkzee den Ball vor die Füße spielte. Pavard sorgte mit seinem Eigentor zehn Minuten später für den unfreiwilligen Ausgleich.

Auch in der zweiten Halbzeit ging es munter weiter. In der 54. Minute rettete Neuer stark gegen Lars Stindl und Patrick Herrmann, zehn Minuten später kratzte Sommer einen Schuss von Serge Gnabry aus der Ecke. Fünf Minuten vor dem Ende machte Pavard mit der Hereingabe auf den Siegtorschützen Goretzka seinen Fehler dann wieder gut.

mit Sport-Informations-Dienst