Munas Dabbur traf kurz nach der Pause doppelt
Munas Dabbur traf kurz nach der Pause doppelt © Imago
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Augsburg - Mit einem Doppelpack von Munas Dabbur schlägt die TSG 1899 Hoffenheim den FC Augsburg und wahrt die Chancen auf eine mögliche Europa-League-Qualifikation.

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Die Klassenerhalts-Party des FC Augsburg wird erneut vertagt. Die Schwaben unterlagen dem auswärtsstarken Europacup-Aspiranten TSG Hoffenheim 1:3 (0:0) und zittern nach nun sechs Heimspielen ohne Sieg weiter. (Service: TABELLE der Bundesliga)

Doch Trainer Heiko Herrlich zeigte sich nach dem Spiel trotzdem selbstbewusst für die kommende Auswärts-Partie: "Ich habe seit meinem Amtsantritt gesagt, dass es eine enge Geschichte wird bis zum Schluss. Wir haben es aber selbst in der Hand und werden selbstbewusst nach Düsseldorf fahren."

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Für die Gäste, die dank Doppelpacker Munas Dabbur mit jetzt 27 Punkten in der Fremde einen Vereinsrekord aufstellten, war der erste Dreier unter Trainer Matthias Kaltenbach im Kampf um Platz sieben Gold wert.

"Wir wollen diesen Tabellenplatz verteidigen und werden bis zum Schluss fighten", sagte Hoffenheim-Kapitän Benjamin Hübner bei Sky: "Munas ist ein überragender Spieler, wir sind froh, dass wir ihn haben, er kommt nach seiner Verletzung immer besser rein."

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Der FC Augsburg hat sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und eine bessere Tordifferenz, doch die anstehende Partie am Wochenende beim Tabellen-16. Fortuna Düsseldorf könnte zu einem Nervenspiel werden. 

Matchwinner Dabbur macht alles klar

Matchwinner war der Israeli Dabbur, der binnen drei Minuten doppelt (59. und 62.) traf, Ihlas Bebou (90.) machte alles klar. Ruben Vargas konnte für Augsburg nur noch verkürzen (70.). Die Hoffenheimer Christoph Baumgartner (45.+1), Kapitän Benjamin Hübner (58.), Bebou (62.) und Maximilian Beier (77.) trafen jeweils die Latte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die auf sechs Positionen veränderten Augsburger brauchten einige Zeit, um sich zu finden. Sturmspitze Alfred Finnbogason, erstmals seit der Corona-Pause in der Startformation, hing zunächst völlig in der Luft. Die Pässe der Schwaben vor allem im Mittelfeld, wo Kapitän Daniel Baier nach überstandener Mandelentzündung das Spiel machen sollte, waren oft zu ungenau, die Laufwege schienen wenig abgestimmt.

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Hoffenheim mit Libero

Hoffenheim war mit "Libero" Florian Grillitsch aus der defensiven Dreierkette um konstruktiven Spielaufbau bemüht, Dabbur vergab die erste Chance (10.). Insgesamt wusste die TSG aber in der ersten Hälfte noch zu wenig mit den sich bietenden Räumen anzufangen. Überhaupt waren Kombinationen bis in den jeweiligen Strafraum selten, beide Seiten suchten meist schon vorher den Abschluss. 

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Kurz vor der Pause forderten die Gäste nicht zu Unrecht Elfmeter, als Stephan Lichtsteiner den schnellen Jacob Bruun Larsen zu Fall gebracht hatte (42.). Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ nach kurzem Kontakt zu Video-Assistent Felix Zwayer aber weiterspielen. Dass es kurz darauf nicht trotzdem 0:1 stand, hatte der FCA Torwart Andreas Luthe zu verdanken, der Baumgartners Schuss ans Aluminium lenkte (45.+1).

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In der zweiten Halbzeit spielte Hoffenheim seine technische Überlegenheit mehr und mehr aus, drückte den FCA phasenweise an die Wand. Dabbur traf nach Flanke von Pavel Kaderabek vom Elfmeterpunkt zur Führung, Lichtsteiner griff nicht energisch genug ein. Beim 0:2 musste Dabbur nach Bebous Lattentreffer nur abstauben. Vargas war nach einer Ecke per Kopf erfolgreich.

mit Sport-Informations-Dienst (SID)