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München - Die Klubs appellieren vor dem Liga-Neustart an ihre Fans. Sollte es beim Bayern-Gastspiel bei Union Berlin dennoch zu Versammlungen kommen, drohen Konsequenzen.

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Am Sonntag tritt Tabellenführer FC Bayern am ersten Bundesligaspieltag nach der Corona-Pause bei Union Berlin an.

Wie bei allen anderen Partien findet auch das Spiel im Stadion An der alten Försterei vor leeren Rängen statt. Aber was passiert, wenn es in Stadionnähe zu Fanansammlungen kommen sollte?

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Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport verwies auf SPORT1-Nachfrage zunächst auf das grundsätzliche Verbot von Versammlungen im Zuge der Eindämmung der Corona-Pandemie.

Der CHECK24 Doppelpass mit FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Sollte es dennoch zu Menschenansammlungen vor dem Stadion kommen, sei davon auszugehen, "die Maßnahmen der Polizei werden verhältnismäßig, aber eben auch abhängig vom Einzelfall sein und sich auf das Infektionsschutzgesetz stützen", teilte ein Sprecher der Innenverwaltung mit.

"Bis zu einem möglichen Spielabbruch"

Weiter hieß es: "Denkbar wäre ein 'abgestuftes Hochfahren' der Maßnahmen, also beispielsweise mehrmalige Hinweise/Durchsagen zur Einhaltung der Hygienevorschriften und Abstandsregeln, eine kurzfristige Unterbrechung des Spiels bis zu einem möglichen Spielabbruch."

Aber die Diskussion darüber, was umgesetzt werden kann oder muss, sei im Vorfeld "zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation und nicht seriös", fügte er an.

Sachsens Innenminister Roland Wöller hatte zuletzt mit rigorosem Durchgreifen gedroht, dem CDU-Politiker zufolge könnten die Spiele bei Fanansammlungen auch abgebrochen werden. In Rheinland-Pfalz wolle man sich am Beschluss der Sportministerkonferenz vom 28. April orientieren. Darin heißt es unter anderem: "DFL und Vereine haben ihren Beitrag zu leisten, dass auch im Umfeld der Stadien von Geisterspielen keine Fangruppen aufziehen."

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Union-Boss appelliert an eigene Fans

Unions Geschäftsführer Oliver Ruhnert appellierte im Vorfeld der Partie an die eigenen Fans, sich nicht vor dem Stadion zu versammeln. "Jedem muss aber klar sein, dass er damit den ganzen Betrieb gefährden würde", sagte Ruhnert im "kicker meets DAZN"-Podcast: "Ich kann nur sagen: 'Leute feuert uns an, trinkt zuhause ein Bier und freut euch im Internet. Die Jungs wissen, dass ihr vorm Fernseher oder Radio sitzt und mit dabei seid.'"

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte schon am 20. April mit Blick auf den Bundesliga-Neustart angekündigt: "Mit großer Disziplin der Fans ist zu rechnen, die Zuschauer sind vernünftig genug. Wir werden dazu aufrufen nicht ans Stadion zu kommen und wir werden das zu verhindern wissen."