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München - Uli Hoeneß ruft die Gesellschaft zu mehr Optimismus im Kampf gegen Corona auf und fordert ein Ende der Unzufriedenheit. Allerdings müssen die Fans Opfer bringen.

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Der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat in der schwierigen Coronavirus-Pandemie zu mehr Zuversicht und Tatendrang aufgerufen. "Man muss versuchen, aufzuhören, immer nur zu klagen", sagte der 68-Jährige im Bayerischen Fernsehen. "Wir alle sind in die Sache reingeraten, ohne dass wir etwas dafür konnten und müssen die Situation akzeptieren."

Hoeneß rückte die Corona-Krise in einer BR-Sondersendung am Mittwochabend in einen großen historischen Zusammenhang. "Diese Krise ist fast wie Krieg", sagte der langjährige Manager des deutschen Rekordmeisters. "Auch unsere Eltern haben nach dem Krieg das Land wieder aufgebaut."

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Hoeneß vermisst den Optimismus

Jeder müsse die Ärmel hochkrempeln, forderte Hoeneß. "Man muss schauen, wo man helfen, anpacken und arbeiten kann. Ich vermisse den Optimismus, jeder klagt nur", sagte Hoeneß. Im Vergleich zu anderen Ländern sei es um die Situation in Deutschland sehr gut bestellt. Es sei die "beste Zeit, darüber nachzudenken, wie wir alle aus dem Tief rauskommen".

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"... dann gibt es den Fußball in dieser Form nicht mehr"

Die Fans würden sich daran gewöhnen müssen, die Spiele im Fernsehen und nicht im Stadion anschauen zu können. "Jeder muss jetzt seine Opfer bringen. Wenn es kein Oktoberfest gibt, dann kann es auch keine Zuschauer geben", erklärte Hoeneß: "Jeder von uns muss sich darüber im Klaren sein, auch der Fußballfan muss seinen Beitrag leisten an entgangener Muße."

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Geisterspiele seien in dieser Krise das kleinste Übel. "Ein Fan muss begreifen: Wenn er in Zukunft weiterhin Bundesliga sehen will, und zwar live, dann muss er die Kröte jetzt schlucken. Wenn er die jetzt nicht schluckt, dann gibt es den Fußball in dieser Form nicht mehr", betonte der 68-Jährige.