Der 1. FC Köln ging auch bei der TSG Hoffenheim als Verlierer vom Feld
Der 1. FC Köln ging auch bei der TSG Hoffenheim als Verlierer vom Feld © Getty Images
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Die TSG Hoffenheim beendet gegen den 1. FC Köln ihren Abwärtstrend - dank Baumgartner. Beim Verlierer patzt erneut Mark Uth beim Elfmeter, dazu gibt's Geld-Rot.

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Debüt-Doppelpacker Christoph Baumgartner hat den Sprung des 1. FC Köln in die obere Tabellenhälfte verhindert. Der Aufsteiger unterlag nach einer turbulenten Partie 1:3 (0:1) bei der TSG Hoffenheim.

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Den Kraichgauern dagegen half der FC am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga durch die vierte Pleite in Folge gegen die TSG aus der Krise. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Wenn man zwei Tore macht und eins auflegt, war es ganz okay. Ich bin glücklich", sagte Matchwinner Baumgartner bei Sky: "Viel entscheidender ist aber, dass wir wieder drei Punkte geholt haben. Das war extrem wichtig."

Baumgartner (11./46.) sowie Steven Zuber (48.) trafen für die Hoffenheimer, die zuvor sieben Punktspiele nicht gewonnen hatten. Der FC, bei dem Sebastiaan Bornauw nach einem überharten Foul früh die Rote Karte sah (26.), wartet seit mittlerweile vier Partien auf einen Dreier. (Spielplan und Ergebnisse)

Uth vergibt erneut Elfmeter 

Daran änderte auch das Tor des eingewechselten FC-Österreichers Florian Kainz (60.) nichts. Der frühere Hoffenheimer Mark Uth konnte zudem einen Handelfmeter nicht verwerten (77.) - es war der zweite Fehlschuss des Stürmers vom Punkt in Folge. Zuletzt war Uth im Rheinderby gegen Fortuna Düsseldorf (2:2) vom Punkt gescheitert - nach einem Zoff über die Elfer-Ausführung mit Teamkollege Jhon Cordoba.

Die Unterzahl war für die FC-Niederlage nur bedingt verantwortlich, da TSG-Kapitän Benjamin Hübner in der 50. Minute vom Platz flog.

Für FC-Coach Markus Gisdol war es bei seinem 150. Bundesliga-Spiel als Cheftrainer eine unglückliche Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Dagegen verschaffte sich sein Gegenüber Alfred Schreuder nach der zuletzt lauter gewordenen Kritik eine Atempause. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Baumgartner als Vollstrecker

Beim Geisterspiel in Sinsheim passierte zunächst nicht viel. Der Treffer der Hoffenheimer, die auf ihren kroatischen Vize-Weltmeister Andrej Kramaric, Idsakl Belfodil und Sargis Adamjan verzichten mussten, fiel mehr oder weniger aus dem Nichts.

Der Österreicher Baumgartner traf zum fünften Mal in dieser Spielzeit nach Vorarbeit des Dänen Jacob Bruun Larsen. Begünstigt wurde das Tor durch den groben Stellungsfehler des Kölner Außenverteidigers Kingsley Ehizibue.

Den Kölnern, bei denen Marcel Risse fehlte und der angeschlagene Jonas Hector an seinem 30. Geburtstag nur auf der Bank saß, fiel nach dem Rückstand in der Offensive kaum etwas Kreatives ein. Die Mannschaft Gisdols ("Es gibt ganz viele tolle Erinnerungen, die ich mit Hoffenheim verbinde") schwächte sich sogar selbst.

Der belgische Innenverteidiger Bournauw flog nach einem gleichermaßen groben wie unnötigen Foulspiel im Mittelfeld an Baumgartner vom Platz. WM-Schiedsrichter Felix Brych (München) musste für die Entscheidung den Videobeweis bemühen.

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Hoffenheim zunächst ohne Selbstvertrauen

Die Gastgeber konnten mit der Überzahl zunächst aber nichts anfangen. In der 37. Minute hatte Elvis Rexhbecaj sogar den Ausgleich für Köln auf dem Fuß. Den Hoffenheimern war in dieser Phase deutlich anzumerken, dass ihnen als Folge der Negativserie das Selbstvertrauen fehlt. Die TSG bettelte vor der Pause fast um ein Gegentor.

Nach der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Auf den Hoffenheimer Doppelschlag durch Baumgartner und Zuber folgte die Gelb-Rote Karte für Abwehrchef Hübner nach wiederholtem Foulspiel. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits vogelwild. Beide Abwehrreihen erlaubten zahlreiche Chancen. Nach dem Kainz-Treffer drängte Köln auf den Anschluss, Hoffenheim lauerte auf Konter. Das Spiel blieb furios.