Jochen Schneider hat sich zur aktuellen Situation bei Schalke 04 geäußert
Jochen Schneider hat sich zur aktuellen Situation bei Schalke 04 geäußert © Getty Images
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Gelsenkirchen - Schalke 04 startet mit dem Derby beim BVB wieder in die Saison. Vor dem Re-Start wehrt sich Sportchef Schneider gegen den Vorwurf, man zwinge Spieler zu einer Teilnahme.

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Acht Tage noch, dann geht für Schalke 04 die Bundesliga-Saison mit dem Derby bei Borussia Dortmund endlich weiter.

Sportchef Jochen Schneider fiebert dem Re-Start nach fast zweimonatiger Corona-Pause entgegen: "Wir freuen uns auf das Derby, weil es das Spiel schlechthin ist in der Saison. Es ist schwer zu sagen, wie die Spiele in dieser Saison werden, ob es kuriose Ergebnisse geben wird oder nicht. Das ist alles hypothetisch."

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Vorteil BVB? Schneider widerspricht

Einen Vorteil für den BVB, weil er in dieser Saison bereits ein Geisterspiel in der Champions League bei Paris Saint-Germain absolviert hat, sieht der 49-Jährige indes nicht: "Ich sehe keinen Vorteil. Wir haben die letzten zwei Jahre dort gut gespielt und gute Ergebnisse erzielt und da waren mehrheitlich schwarz-gelb-gekleidete Fans im Stadion. Diese Atmosphäre ohne Fans ist für niemanden ein Vorteil."

Die Königsblauen beziehen am Sonntag das von der DFL verordnete Quarantäne-Trainingslager im auf dem Vereinsgelände gelegenen Marriott-Hotel. Trainiert wird in den nächsten Tagen überwiegend im leeren Stadion, um die Geisterspiel-Atmosphäre annähernd zu simulieren. Für das Quarantäne-Camp hat Schalke seinen Kader um vier Nachwuchsspieler, darunter Malick Thiaw und Jimmy Kasparos, aufgestockt.

Schneider: "... dann muss er hier nicht teilnehmen"

Schneider wehrte sich indes vehement gegen den Vorwurf, dass die Spieler bezüglich ihrer Teilnahme an Geisterspielen keine Wahl hätten. "Das behauptet wird, dass kein Spieler gefragt wird, ob er überhaupt spielen will, ist bei Schalke 04 komplett falsch", sagte der S04-Sportvorstand. "Ich habe diesbezüglich am Montag mit den Spielern in Gruppen gesprochen und ihnen natürlich gesagt, dass die Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb freiwillig ist. Wenn jemand Bedenken hat, weil er vielleicht Risikopersonen im direkten Umfeld hat oder wenn jemand Bedenken für seine eigene Gesundheit hat, dann muss er hier nicht teilnehmen. Das geschieht allein auf freiwilliger Basis."

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Es sei allerdings kein Spieler dabei gewesen, der nicht teilnehmen möchte. Zur Stimmung in der Schalker Mannschaft sagt er: "Es ist vielmehr so, dass unsere Jungs mit Feuereifer dabei sind und sich freuen, wieder normal trainieren zu können. Sie strotzen vor Spielfreude."

Gute Nachrichten für den Pott-Klub, der seit sieben Ligaspielen sieglos ist: Die langzeitverletzten Leistungsträger Suat Serdar, Daniel Caligiuri und Salif Sané sind wieder fit und stehen beim Re-Start in Dortmund zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht noch hinter Ozan Kabak. Der Abwehrspieler sei allerdings auf einem "richtig guten Weg", führte Schneider aus. Benjamin Stambouli und Omar Mascarell bräuchten dagegen noch ein wenig.