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Werder Bremen wird weiterhin an Florian Kohfeldt festhalten - und der Coach hat ein paar eindeutige Worte für seine Kritiker übrig.

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Auch bei einer weiteren Niederlage am Samstag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg wird Coach Florian Kohfeldt beim Bundesligisten Werder Bremen im Amt bleiben.

"Mit ihm als Trainer haben wir die größte Wahrscheinlichkeit, dass wir die Klasse halten", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann am Freitag. 

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Der Ex-Nationalspieler rückte aber auch von bisherigen Plänen ab, auch im Falle eines Bundesliga-Abstiegs mit dem 37-Jährigen auf der Kommandobrücke weiterzumachen: "Da gibt es keine Automatismen, in welcher Hinsicht auch immer." Die Nibelungentreue zum Coach des Tabellenvorletzten stößt bei ehemaligen Werder-Profis zunehmend auf Kritik.

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"Ich glaube nicht, dass in dieser Konstellation noch eine Wende möglich sein wird", sagte Ehrenspielführer Rune Bratseth dem kicker. Der langjährige Stammkeeper Dieter Burdenski äußerte sich im Weser-Kurier ähnlich: "Es ist schwer zu verkaufen, dass Kohfeldt der beste Trainer sein soll, wenn man diese Saison sieht." 

Kohfeldt verteidigte sich auf der Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel vehement: "Es tut weh, wenn man von Menschen in Medien kritisiert wird, die jovial rüberkommen, aber selbst keine Verantwortung übernehmen. Ich sehe es so, dass ich aktuell nach wie vor der Beste auf dieser Position bin." Er sei seit über 20 Jahren im Verein: "Egal, was ich gemacht habe: Es ist alles im Sinne von Werder." 

Viel Kritik an Trainer und Spielern

Der ehemalige Werder-Profi Mario Basler hatte Kohfeldt im Gespräch mit SPORT1 derweil in Schutz genommen und sieht das Problem bei den Spielern. "Kohfeldt ist ein hervorragender Trainer. Ich bin von ihm als Mensch und Trainer überzeugt und er passt hervorragend zu Werder Bremen, aber aus einem Ackergaul kann man eben kein Rennpferd machen." Das Team sei nicht bundesliga-tauglich. 

Die Norddeutschen stehen aktuell auf dem 17. Tabellenplatz, neun Punkten vom rettenden Rang 15 entfernt. Noch neun Begegnungen stehen für den SV Werder auf dem Programm. 

Beim Gastspiel in Freiburg müssen die Bremer erneut auf Außenverteidiger Ludwig Augustinsson verzichten. Der schwedische Nationalspieler hat seine muskulären Probleme noch nicht vollständig überwunden. Nach abgesessener Gelbsperre kehrt Mittelfeldspieler Davy Klassen in die grün-weiße Startformation zurück.