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München - Gegen Frankfurt kassieren die Bayern die Gegentore neun und zehn nach ruhenden Bällen. Hansi Flick kündigt eine Analyse an, auch Leon Goretzka ist bedient.

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Wird dieser Makel gegen Borussia Dortmund zur Gefahr?

Beim 5:2 gegen Eintracht Frankfurt fielen beide Gegentore des FC Bayern nach einem Eckball der Frankfurter. Per Doppelschlag brachte Martin Hinteregger (52., 55.) die Gäste nach scheinbar aussichtslosem 0:3-Rückstand noch einmal heran.

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Da half auch die lautstarke Ansage von Joshua Kimmich unmittelbar vor der Ecke zum Anschlusstreffer der Eintracht nichts, als der Bayern-Star brüllte: "Wir brauchen jetzt alle hier. Come on!"

Goretzka kritisiert: "Geht so nicht"

Die Münchner kassierten in dieser Saison bereits zehn Gegentore nach einem ruhenden Ball des Gegners, so viele waren es zuletzt in der Saison 2008/09.

"Das geht so nicht", kritisierte Leon Goretzka bei Sky und fügte hinzu: "Darüber müssen wir reden."

Auch Trainer Hansi Flick kündigte an, die Versäumnisse "analysieren und ansprechen" zu wollen. Seine erste Reaktion fiel jedoch bereits wenig begeistert aus.

Flick hadert mit Gegentoren

"Wir haben den Gegner durch Unachtsamkeiten bei Standardsituationen herankommen lassen", kritisierte Flick und betonte: "Das müssen wir besser und konsequenter verteidigen und besser zum Ball gehen. Wir wussten, dass es eine Waffe von Eintracht Frankfurt ist, aber wir haben es zugelassen, leider. Aber die Reaktion danach war gut und hat mir gefallen."

SPORT1-Experte Peter Neururer sagte im CHECK24 Doppelpass: "Die Gegentore sind symbolträchtig. Das sind Fehler, die man abstellen kann. Wenn man führt, ist man nicht so konzentriert. Raum- oder Manndeckung, diese Frage gibt es schon seit Jahren. Beide Gegentore waren leicht zu verhindern. Trotzdem sind sie ein sehr souveräner Tabellenführer."

Kurios: Ausgerechnet Flick gilt als Standard-Guru, war in seiner Rolle als erfolgreicher Assistenztrainer bei der deutschen Nationalmannschaft auch für die ruhenden Bälle verantwortlich.

FC Bayern vor Topspiel gegen BVB

Klar, dass Flick die Bayern-Versäumnisse ausgerechnet in diesem Bereich rechtzeitig zum Topspiel gegen den BVB in den Griff bekommen will.

"Wir haben uns auch in dieser Woche intensiv die Standards angeschaut", betonte der Bayern-Trainer jedoch, dass die Standards auch zuvor nicht vernachlässigt wurden - und lieferte eine mögliche Erklärung für den Frankfurter Doppelschlag: "Vielleicht ist ein bisschen die Konzentration zurückgegangen, aber die Ecken waren auch sehr gut getreten. Und vor dem Tor waren sie hellwach."

Hellwach müssen die Bayern bei Standards auch am Dienstagabend sein. Ansonsten könnte es ein böses Erwachen geben.