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Dortmund und München - Nicht nur gegen Borussia Dortmund hat Joshua Kimmich seine Ansprüche als Führungsspieler untermauert. In drei Jahren könnte er die Kapitänsbinde übernehmen.

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Dass Joshua Kimmich vorangeht, ist kein Geheimnis. Dass er traumhaft treffen kann, stellte er mit seinem 18-Meter-Heber gegen Borussia Dortmund unter Beweis. Dass der 25-Jährige eines Tages Kapitän des FC Bayern wird, ist höchstwahrscheinlich.

Aber wann genau?

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Joshua Kimmich hat Kapitäns-Ambitionen

Die Führungs-Hierarchie beim FC Bayern ist derzeit klar geregelt. Manuel Neuer ist der Kapitän und beansprucht dieses Amt auch weiterhin für sich. Thomas Müller und Robert Lewandowski vertreten ihn.

Interessant: Alles drei Routiniers haben einen Vertrag bis 2023. Gut möglich also, dass Kimmich im Alter von 28 und zur Saison 2023/24 Kapitän des deutschen Rekordmeisters wird, sofern er seinen eigenen Vertrag, der ebenfalls bis 2023 läuft, verlängert.  

Öffentlich spricht Kimmich nicht gerne über dieses Thema, aber es wäre die logische Folge seiner Entwicklung, denn im Mannschaftsrat der Bayern ist er inzwischen vertreten. Neben den drei Kapitänen sowie David Alaba und Thiago.

Alles zum Kracher BVB - Bayern und zum 28. Spieltag im CHECK24 Doppelpass mit Stefan Reuter und Mike Hanke am Donnerstag, ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1.

Hansi Flick voll des Lobes

Wird Kimmich Kapitän? Auf einen Zeitpunkt will sich Hansi Flick indes nicht festlegen. Das sei "ein Thema für die Zukunft", sagte er am Dienstagabend.

Der Cheftrainer machte aber einmal mehr deutlich, dass Kimmich alle Voraussetzungen mitbringt, um dieses hohe Amt eines Tages auszufüllen. "Seine Entwicklung ist hervorragend. Er war Außenverteidiger bei Bayern und wir haben uns entschieden, ihn auf die Sechs zu stellen, weil wir der Meinung sind, dass er seine Qualitäten und seine Stärken da noch besser einsetzen kann", erklärte Flick.

"Er ist sehr viel unterwegs, gibt dem Spiel eine gute Ordnung und setzt auch offensiv wie defensiv Akzente. Er ist auch einer, der immer antreibt. Einer, der immer zu 100 Prozent fokussiert ist und eine Gewinnermentalität hat, nicht nur im Spiel, auch im Training."

Aber auch abseits des Platzes. Kimmich ist selbstkritisch, scheut sich nicht, Missstände anzusprechen und ist auch sozial engagiert, was nicht nur die von Leon Goretzka und ihm ins Leben gerufene Spenden-Initiative "We kick Corona" beweist.

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Bosse des FC Bayern setzen Anreiz

Die Bayern-Bosse verfolgen Kimmichs Weg ganz genau und sind stolz auf seinen Werdegang. Nicht umsonst befeuerte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge die Kapitäns-Diskussion unlängst in der Sport Bild, indem er sagte: "Ich bin überzeugt, dass Joshua Kimmich eines Tages unser Kapitän wird. Das verkörpert er auf und außerhalb des Platzes."

Noch viel wichtiger ist allerdings, dass Kimmich seinen höchsten Ansprüchen regelmäßig mit starken Leistungen gerecht wird. Im Gipfeltreffen gegen Dortmund avancierte er zum besten Spieler auf dem Platz. Er hatte die meisten Ballaktionen bei den Bayern (109) und stellte mit abgespulten 13,7 Kilometern einen neuen Saisonrekord in der Bundesliga auf.

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Auch Joachim Löw gab Kimmich schon die Binde

Dass Kimmich als Leader der Zukunft wahrgenommen wird, unterstrich auch Bundestrainer Joachim Löw, der Kimmich schon mehrfach die Kapitänsbinde tragen ließ: Kurz beim Confed Cup 2017, von Anfang an beim Spiel gegen Argentinien 2019.

Wann er die Rolle dauerhaft ausfüllen kann? Im November 2018 sagte Löw dazu auf SPORT1-Nachfrage: "Aus Erfahrung weiß ich: Bis jemand mal eine Führungsrolle vor allem in der Nationalmannschaft oder bei einem Topverein wie Bayern hat, braucht es ein paar Jahre an Erfahrung."

Eine Führungsrolle hat Kimmich mittlerweile längst inne. Die Kapitänsbinde dürfte er spätestens in drei Jahren regelmäßig tragen.