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Leroy Sané gilt als Bayern-Wunschspieler - Trainer-Legende Jupp Heynckes ist von ihm aber nicht vollends überzeugt. Zudem hält er die Bayern-Strategie für falsch.

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Transferoffensive oder Füße still halten beim FC Bayern?

Nachdem Hasan Salihamidzic in Sachen Transfers zuletzt schon in die Offensive gegangen war, legte Präsident Herbert Hainer am Sonntag nach und erklärte, es sei das Ziel "Jahr für Jahr einen internationalen Star zu holen".

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Geht es nach dem langjährigen Bayern-Trainer Jupp Heynckes in der derzeitigen Lage nicht unbedingt die richtige Strategie.

"Ich würde auf junge Spieler setzen, wie Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic jüngst sagte. Ganz große Transfers würde ich jedoch ausschließen", sagte der 74-Jährige dem kicker.

Auch große Klubs würden angesichts der Viruskrise "wirtschaftliche Probleme bekommen", sagte der frühere Nationalspieler. "Deshalb würde ich als Verantwortlicher lieber meine Spieler halten, statt teure Stars zu holen. Sicher müsste ein Kai Havertz in der Bundesliga bleiben, aber nicht für einen utopischen Preis, das wäre nicht zu verantworten."

Heynckes zweifelt an Leroy Sané

Den Fall Leroy Sane betrachtet Heynckes ähnlich wie Havertz.

"Er war gut in Schwung, bevor er sich so schwer verletzt hat. Für mich hat er noch nicht den Durchbruch zu einem absoluten Top-Spieler geschafft. Das ist ein Spieler, denke ich, der gerade am Scheideweg ist. Wird er weiter hart an sich arbeiten, oder wird er weiterhin nur ein ganz außergewöhnliches Talent sein", sagte der Münchner Triple-Trainer von 2013 In einem weiteren Interview mit der Welt am Sonntag angesichts seines bevorstehenden 75. Geburtstags am kommenden Samstag.

"Er muss bereit dafür sein, den nächsten großen Schritt zu gehen, denn es nutzt nichts, das Talent ab und zu mal aufblitzen zu lassen. Ich sage Ihnen auch ganz ehrlich, dass ich den Preis (kolportierte 100 Millionen Euro) nicht für gerechtfertigt halte".

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Heynckes: Kahn der richtige Mann für den FC Bayern

Überzeugt ist er dagegen von der Entscheidung, Oliver Kahn bei seinem Ex-Klub in eine verantwortliche Position zu befördern.

"Er ist ein Gewinn für den FC Bayern. Denn alles, was er als Spieler vorgelebt hat, den Siegeswillen, diese absolute Professionalität, das bringt er jetzt bei den Bayern wieder mit ein. Davon bin ich überzeugt", machte Heynckes deutlich.

"Oliver Kahn ist immer seinen Weg gegangen, auch nach der Karriere als Spieler mit dem Studium und anderen Tätigkeiten. Er hat so viel Erfahrung und hat auf dem höchsten Niveau gespielt. Ich denke, er ist der richtige Mann, und das haben die Mitglieder auch auf der letzten Jahreshauptversammlung demonstriert."

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Heynckes: "Das ist vieles so oberflächlich"

Heynckes, der sehr zurückgezogen lebt, vermisst das Leben als Trainer wenig. "Ich bin mit mir im Reinen und happy, wenn ich mein Leben in Stille genießen kann. Ich brauche die Öffentlichkeit nicht. Da ist so vieles so oberflächlich", sagte er dem kicker.

Mit Bayern-Ehrenpräsident pflegt Heynckes aber weiterhin regelmäßigen Kontakt: "Uli gewöhnt sich offenbar an dieses neue Leben. Hin und wieder äußert er sich öffentlich, was ich gut finde, weil er es sehr pointiert tut."

Laut Heynckes ist Hoeneß mittlerweile "auch altersmilde geworden, wie mir scheint. Er hat etwas geschaffen, was keiner sonst im Fußball erreicht hat."