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München - David Alaba baut in den Verhandlungen mit dem FC Bayern auf Berater Pinhas Zahavi. Ein Ex-Münchner verrät SPORT1, was den Strippenzieher im Transfer-Poker ausmacht.

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Er sorgte dafür, dass Roman Abramovich den FC Chelsea übernehmen konnte und Ashley Cole vom FC Arsenal zu den "Blues" wechselte.

Rio Ferdinand brachte er von Leeds United zu Manchester United und machte ihn 2002 mit einer Ablöse in Höhe von rund 45 Millionen Euro zum teuersten Verteidiger der Welt. Auch bei Neymars 222-Millionen-Euro-Wechsel vom FC Barcelona zu Paris St.-Germain zog der Mann maßgeblich die Strippen.  

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Heute zählen Robert Lewandowski vom FC Bayern und Wilfried Zaha (Crystal Palace) zu seinen Klienten. Ebenso Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) sowie Altstars wie Carlos Tevez (Boca Juniors) und Javier Mascherano (Estudiantes de La Plata).  

Die Rede ist von Pinhas Zahavi, der inzwischen auch die Interessen von David Alaba vertritt.

Verhandlungs-Schreck Zahavi

Alabas Vater und Zahavi sind seit Jahren miteinander bekannt, schätzen und vertrauen einander. Zahavi ist es nun, der im Auftrag der Familie die Verhandlungen für den Österreicher führt und mitentscheiden wird, ob der 27-Jährige beim FC Bayern über das Jahr 2021 hinaus langfristig verlängern oder bereits in diesem Sommer tatsächlich ins Ausland wechseln wird. 

"Er ist der beste und größte Spielerberater auf der Welt", schwärmt Pierre-Emile Höjbjerg im Gespräch mit SPORT1 von Zahavi.

Der frühere Bayern-Profi setzt ebenfalls auf das Netzwerk des 76-jährigen Israelis. Höjbjergs Vertrag beim FC Southampton läuft - wie der von Alaba - im kommenden Jahr aus, der Däne träumt von einem Wechsel zu einem der Top-5-Vereine der Premier League.

Dass ihm Zahavi, der weltweit bestens vernetzt ist, dabei helfen wird, versteht sich von selbst - Höjbjerg vertraut Zahavi seine Zukunft an. "Wir kennen uns noch nicht so lange. Aber er ist ein guter Mensch, sehr selbstbewusst und vertrauensvoll. Er kreiert für die Spieler die bestmöglichen Optionen”, schildert Höjbjerg.  

Auch Lewandowski profitiert von Zahavi

Die bestmögliche Option herauszuschlagen war auch das Ansinnen von Lewandowski, als er sich 2018 dem früheren Journalisten Zahavi anvertraute, der bei der WM 1974 in Deutschland noch als Reporter gearbeitet hatte.  

Der Pole träumte von einem Wechsel zu Real Madrid, woraufhin Zahavi medienwirksam zu Protokoll brachte, dass Lewandowski "eine Veränderung und neue Herausforderung" brauche. Aus dem Wechsel zu den Königlichen wurde bekanntlich nichts - aber sollte überhaupt etwas daraus werden?

2019 jedenfalls unterzeichnete Lewandowski beim FC Bayern einen Vertrag bis 2023 und zählt spätestens seitdem zu den absoluten Topverdienern im Kader der Münchner. 

Kurzum: Zahavi hat für Lewandowski die anscheinend "bestmögliche Option" herausgeschlagen. 

Zahavi vermittelte Ibrahimovic an Barcelona

Gelingt das Gleiche nun auch bei Alaba?  

Der FC Barcelona ist am Österreicher mehr als nur interessiert. Englische und italienische Topklubs haben bei Zahavi ihr Interesse hinterlegt.   

Zahavi steht berufsbedingt mit vielen Top-Klubs in Verbindung, führt mit den Bayern derzeit allerdings keine konkreten Gespräche. Verhandlungen sollen erst fortgeführt werden, sobald es wieder möglich ist, dass der Israeli nach München reisen kann. Derzeit steht dem die Corona-Pandemie im Weg.

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Was immer in naher Zukunft möglich ist: Dass er Spieler zu den Top-Vereinen lotsen kann, hat Zahavi bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Nicht zu vergessen seine Beteiligung am Wechsel von Zlatan Ibrahimovic zum FC Barcelona.  

Hainer: Daran hakt es noch bei Alaba

Dass Alaba auch öffentlich in den vergangenen Monaten immer wieder mit einem Wechsel liebäugelt, ist anscheinend mehr als nur ein Puzzleteil im Verhandlungspoker. Der Allrounder ist nach bald zwölf Jahren im Bayern-Dress durchaus bereit, die Säbener Straße zu verlassen, wenn die Voraussetzungen stimmen. So zumindest ist es aus seinem Umfeld zu hören. 

Die Vertragsverlängerung mit Alaba hat beim FC Bayern allerdings eine hohe Priorität.

Präsident Herbert Hainer machte im CHECK 24 Doppelpass zuletzt aber auch deutlich, dass nicht jede Entscheidung "im Machtgefüge" der Bayern läge, schließlich müssten "die Spieler auch zustimmen".

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1 

Hainer fügte an: "Es geht auch um die Lebensplanung der Spieler. Manche wollen eine andere Erfahrung machen, es geht um Stammpositionen. Das muss man zusammenfügen."

Alaba "einer der besten Linksverteidiger der Welt"

Zahavi selbst bezeichnet Alaba als "einen der besten Linksverteidiger der Welt".

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Unter Cheftrainer Hansi Flick hat sich der österreichische Nationalspieler allerdings als Innenverteidiger zum Abwehrchef entwickelt. Eine Einigung mit den Bayern ist noch nicht in Sicht, doch die Münchner sollten gewarnt sein. Denn Höjbjerg sagt über Zahavi: "Er macht das Unmögliche möglich."