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München - Chris Richards ist beim FC Bayern ohne jede Einsatzminute im Profi-Team. Doch der 20-Jährige glaubt an seine Chance und will langfristig zu den ganz Großen gehören.

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"Hoffentlich werde ich eines Tages eine Bayern-Legende."

Es sind forsche Worte, die Abwehrspieler Chris Richards im Underdog Soccer Podcast wählt. Seit 2018 spielt der US-Amerikaner beim FC Bayern und hat mit dem Rekordmeister Großes vor. 

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Dem U23-Nationalspieler gelang in der aktuellen Saison der Durchbruch im Drittliga-Team der Münchner. In 22 Spielen traf der Abwehrspieler zweimal, ehe die Saison aufgrund der Coronakrise unterbrochen werden musste. 

Platz in der Innenverteidigung?

Doch auch wenn noch nicht klar ist, wie genau es in Sachen Fußball weitergeht, seine Ziele verliert der 20-Jährige nicht aus den Augen. "Hoffentlich bekomme ich im nächsten Jahr ein paar Minuten auf dem Feld mit der ersten Mannschaft", äußert er seinen Wunsch für die nächste Spielzeit. 

Dass er, um Spielzeit zu ergattern, erst einmal an gestandenen Profis wie Niklas Süle, Jerome Boateng, Lucas Hernández und David Alaba vorbei muss, macht Richards dabei keine Angst. "Hier spielen Weltklasse-Innenverteidiger. Ich werde ihnen sicherlich nichts wegnehmen. Aber es ist an der Zeit, dass ich den Leuten zeige, was ich drauf habe", erklärte der in Alabama geborene Abwehrmann.

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Bereits bei der US-Tour der Bayern im Sommer 2018 bekam Richards einen Eindruck davon, wie es ist, mit den Profis der Münchner gemeinsam auf dem Feld zu stehen. Bei den Freundschaftsspielen gegen Paris Saint-Germain, Juventus Turin und Manchester City sammelte er erste Spielminuten.

Richards von sich überzeugt

Und auch am nötigen Selbstbewusstsein mangelt es dem Abwehrhünen nicht. "Ich bringe ein gewisses Maß an Gelassenheit und Besonnenheit mit. Ich analysiere Dinge, bevor sie passieren. Auf dem Spielfeld kann ich sehr gut voraussehen, ob es darum geht, einen Passweg zu blocken oder einen Pass zu verhindern, bevor er passiert", behauptet der 20-Jährige.

Auch körperlich ist er von sich überzeugt. "Eine Sache, die bei mir wirklich herausragt, ist meine Athletik. Ich bin ziemlich schnell und groß. Ich kann hoch springen und schnell die Seiten wechseln. Meine Kopfbälle sind ziemlich gut, und ich kann einen Stürmer verfolgen, wenn ich muss. Ich decke ziemlich schnell eine große Fläche des Spielfeldes ab."

Doch so Richards von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt ist, ist auch ihm bewusst, dass er bei den Profis des FC Bayern noch eine ganze Menge lernen kann. "In meiner ersten Woche hier wurde ich von Arjen Robben auf links gezogen. Ich habe die Trainingsübung damals nicht richtig ausgeführt und ein paar Mal Mist gebaut. Er ist dann einfach auf mich los gegangen. Ich dachte 'Wow, das ist ein beängstigender Moment'."

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Gnabry und Robben beeindrucken

Aber nicht nur Arjen Robben hat den US-Amerikaner tief beeindruckt. "Lewandowski ist nicht aufzuhalten. Aber ich musste im Training auch schon gegen Kingsley Coman und Serge Gnabry antreten. Wenn du da nicht richtig postiert bist, dann ziehen die gnadenlos an dir vorbei", schildert Richards weiter.

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Gnabry macht ihm im Training offenbar besonders zu schaffen. "Wenn man gesehen hat, wie er Tottenham in nur einem Spiel auseinander genommen hat... Genau das tut er auch im Training. Er ist so schnell und hat so viel Geschick", zeigt sich Richards begeistert.

Damit es mit einer Profikarriere beim Rekordmeister auch wirklich klappt, setzt Richards vor allem auf eine Schlüssel-Zutat: das Bayern-Gen. "Wenn du hier im Training nicht dein Bestes gibst, dann gehen sie auf dich los. Jedes Jahr spielen die Bayern um Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League mit. Man muss darauf achten, dass jeder stets sein Bestes gibt."