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München - Eine Antikorruptionsorganisation warnt vor den Nebenwirkungen des Neustarts: Wettbetrüger und Manipulatoren hätten den deutschen Fußball nun im Fokus.

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Die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland fordert angesichts des bevorstehenden Neustarts der Fußball-Bundesliga verstärkte Maßnahmen gegen Spielmanipulation und Suchtgefahren durch Sportwetten.

"Fans zuhause vor dem Fernseher statt im Stadion könnten für Wettanbieter eine leichte Beute sein. Glücksspiel sollte nicht als Kick und Ersatz für das Stadionerlebnis dienen", sagte Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland.

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Wettanbieter und Glücksspieler würden sich jetzt auf den deutschen Markt konzentrieren, unter ihnen auch Wettbetrüger, "weil nur hier wieder Profi-Fußball stattfindet", erklärte Schenk. Hinzu kämen die Gefahren der Glücksspielsucht, insbesondere da Sportwettenanbieter als Sponsoren bis in die unteren Ligen auftreten würden. Glücksspielwerbung im Sport spreche vor allem männliche Jugendliche bzw. junge Erwachsene an.

Die Organisation warnt außerdem vor möglicher Spielmanipulation. Gerade die 3. Liga sei angesichts der geringeren Spielergehälter korruptionsanfällig. Man erwarte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein umfassendes Konzept zum Schutz von Spielern, Teams, Schiedsrichtern und Fans, hieß es in einer Mitteilung. Die 3. Liga fällt allerdings nicht in den Verantwortungsbereich der DFL.