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Der Re-Start der Bundesliga bringt auch für die Schiedsrichter Veränderungen mit sich. Viele erwarten auch Auswirkungen auf das Spielgeschehen.

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In der Bundesliga und 2. Bundesliga rollt ab dem 16. Mai wieder der Ball.

Dabei müssen sich nicht nur die Spieler der 36 Profiklubs aufgrund der Corona-Pandemie auf Veränderungen einstellen, sondern auch die Schiedsrichter. (SERVICE: Der neue Bundesliga-Spielplan)

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Wie SPORT1 erfuhr, gehen die Referees davon aus, dass sich die besonderen Umstände der Corona-Pandemie auch auf das Spielgeschehen niederschlagen wird. Viele Schiris rechnen demnach damit, dass es weniger Gelbe Karten wegen Rudelbildungen geben wird, weil viele die generelle Abstandsregel im alltäglichen Leben schon verinnerlicht haben. Hinzu kommt, dass womöglich durch das fehlende Publikum bei den Geisterspielen die Emotionen weniger hochkochen.

Auf einer Telefonkonferenz am Donnerstag wurden die Schiedsrichter über die besonderen Maßnahmen informiert.

Flächendeckende Coronatests bei Schiedsrichtern

Wie der DFB am Donnerstagnachmittag mitteilte, werden wie die Spieler auch die Schiedsrichter vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs zweimal getestet. Die erste Testung wird zu Beginn der kommenden Woche durchgeführt. Die zweite Testung erfolgt am Vortag des ersten Schiedsrichtereinsatzes.

Im weiteren Saisonverlauf werden die Unparteiischen dann ebenfalls jeweils am Vortag einer Spielleitung getestet. Im Falle eines positiven Testergebnisses begibt sich der Unparteiische in sofortige Selbstisolation gemäß den geltenden behördlichen Vorgaben.

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Aufgrund der dezentralen Anreise des Schiedsrichterteams ist keine Quarantäne des gesamten Schiedsrichterteams erforderlich. Das Team um den leitenden Unparteiischen würde erstmals am Spieltag aufeinandertreffen, nachdem die Testergebnisse bereits ausgewertet vorliegen.

Regionale Beschränkung für Schiedsrichter gelockert

Zu den weiteren Besonderheiten zählt auch der Faktor Regionalität. Die Regelung, dass Schiedsrichter nur außerhalb ihres Landkreises eingesetzt werden dürfen, wurde außer Kraft gesetzt. Um größere Reisen zu vermeiden, sollen nach SPORT1-Informationen möglichst sieben Spiele eines Bundesligaspieltags mit Schiedsrichtern aus der näheren Umgebung besetzt werden. Allerdings darf ein Schiedsrichter weiterhin kein Spiel mit Beteiligung eines Vereins aus seiner Heimatstadt leiten. Der Münchner Schiedsrichter Felix Brych pfeift beispielsweise keine Spiele des FC Bayern.

Darüber hinaus werden die Schiedsrichter zur Wahrung der Abstandsregel und der Hygienevorschriften getrennt zu den Spielen reisen. Auch die sonst üblichen Analysegespräche mit dem Schiedsrichterbeobachter nach der Partie in der Kabine der Unparteiischen entfallen.