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Tritt in Zukunft ein positiver Corona-Fall bei einem Bundesliga-Verein auf, müsste wohl die gesamte Mannschaft in Quarantäne. Das deutet ein Ministeriumssprecher an.

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Das Bundesinnenministerium bekräftigt seine Haltung, dass selbstverständlich auch Fußball-Profis nach Kontakt mit Corona-Infizierten isoliert werden müssen.

"Horst Seehofer steht dazu, was er gesagt hat. Personen, die in unmittelbarem Kontakt gewesen sind mit einer positiv getesteten Person, müssen in 14-tägige Quarantäne gehen", sagte BMI-Sprecher Steve Alter am Montag in der Berliner Bundespressekonferenz.

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Ministerium kontert DFL-Strategie

Dieser Grundsatz scheint für das Ministerium nicht verhandelbar zu sein. "Das ist ein Prinzip, das für die gesamte Bevölkerung zur Anwendung kommt, und es gibt keinen Grund, warum das bei Fußballprofis anders sein sollte", sagte Alter.

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Das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht angesichts der engmaschigen Tests bisher nur die Isolation positiv getesteter Profis vor. Der 1. FC Köln hat nach nach drei positiven Tests in seiner Mannschaft bzw. dem Stab angekündigt, sein Team in einer Quasi-Quarantäne in einem Hotel in der Innenstadt zusammenzuziehen.

Die zweite Testreihe erbrachte ausschließlich negative Ergebnisse.

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Noch keine Entscheidung der Bundesregierung

Alter schränkte ein, die Bundesregierung habe "noch nicht darüber entschieden, ob sie dieses Konzept mit den Ländern zur Anwendung bringen will". Daher bestehe derzeit kein Widerspruch "zwischen einer Entscheidung der Politik und dem Verhalten des 1. FC Köln". 

Die DFL erhofft sich von der Videokonferenz der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Mittwoch die Freigabe für einen Restart der Bundesliga.