Hertha BSC bleibt unter Bruno Labbadia ungeschlagen
Hertha BSC bleibt unter Bruno Labbadia ungeschlagen © Getty Images
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Berlin - Die Berliner setzen sich knapp gegen den FC Augsburg durch und bleiben unter Bruno Labbadia ungeschlagen. Der FCA muss dagegen wieder zittern.

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Hertha BSC hat den Aufwärtstrend unter Trainer Bruno Labbadia fortgesetzt und darf auf der Zielgeraden einer chaotischen Saison vorsichtig auf die Europapokal-Plätze blicken.

Gegen den FC Augsburg gewannen die Berliner am Samstag 2:0 (1:0), es war der dritte Sieg im vierten Spiel unter dem neuen Coach. Javairo Dilrosun (23.) sorgte in einer bis dahin umkämpften Begegnung sehenswert für die Führung, Krzysztof Piatek (90.+3) machte kurz vor Schluss alles klar. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Mit nun 38 Punkten hat Hertha den Abstiegskampf bis auf Weiteres hinter sich gelassen. FCA-Coach Heiko Herrlich, der wie Labbadia nach der Corona-Pause sein Debüt bei seinem neuen Klub gegeben hatte, muss sich mit Augsburg mit 31 Zählern weiter nach unten orientieren.

"Das war ein wichtiger Sieg. Wir haben es geschafft, drei Punkte zu holen", sagte Keeper Rune Jarstein bei Sky. "Die Tabelle sieht jetzt besser aus als vor zwei Wochen, aber wir schauen von Spiel zu Spiel. Wir müssen weiter arbeiten. Vier Punkte fehlen bis Europa, das ist möglich."

"Wir nehmen die Ideen des Trainers sehr gut an und sind ein Team geworden. Wir müssen jetzt dran bleiben und unsere Spiele gewinnen", erklärte Mittelstädt. "Da ist noch einiges möglich. Wir können gegen Dortmund jetzt befreit aufspielen und dann schauen wir, was geht."

Hertha muss auf Cunha verzichten

Labbadia musste auf den zuletzt formstarken Matheus Cunha verzichten, der wie Linksverteidiger Marvin Plattenhardt mit einer leichten Gehirnerschütterung ausfiel. Für das Duo rückten Dilrosun und Maximilian Mittelstädt in die Startelf. Bei Augsburg nahm Herrlich sechs Wechsel vor. Noah Sarenren Bazee durfte erstmals von Beginn an spielen, auch Hertha-Leihgabe Eduard Löwen kam zu einem Einsatz. 

Der CHECK24 Doppelpass mit Markus Babbel und Fortuna-Vorstand Thomas Röttgermann am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Augsburg spielte zu Beginn mutig auf und setzte Berlin mit frühem Pressing unter Druck. Die Hertha dagegen wirkte trotz der jüngsten Erfolgserlebnisse anfangs nervös, das Aufbauspiel war fehlerhaft, das Fehlen von Kreativspieler Cunha war deutlich zu erkennen. Labbadia griff an der Seitenlinie immer wieder lautstark korrigierend ein, vor allem mit der Leistung von Flügelspieler Dodi Lukebakio war der Coach offenbar nicht zufrieden. (Spielplan und Ergebnisse

Ibisevic vergibt mehrere Chancen

Weniger auszusetzen hatte Labbadia am Auftritt Dilrosuns. Der Niederländer lupfte nach einem Abpraller gefühlvoll über Augsburgs Felix Uduokhai und traf sehenswert zur Führung, die sich Hertha in der Folge auch verdiente.

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Der Treffer gab Hertha merklich mehr Sicherheit. Die Gastgeber kombinierten fortan gut, verlorene Bälle wurden schnell und im Kollektiv zurückerobert, die weit aufrückenden Außenverteidiger sorgten mit scharfen Hereingaben für viel Gefahr. Kapitän Vedad Ibisevic und (27./36./38.) und Lukebakio (32.) ließen weitere gute Chancen ungenutzt.

Richter scheitert an der Latte

Während sich Hertha die mangelhafte Chancenverwertung vorwerfen lassen musste, hatte Augsburg nach der starken Anfangsphase nur wenig zu bieten. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Herrlich reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit Top-Scorer Florian Niederlechner und Marco Richter. Die Maßnahme zeigte Wirkung.

"In der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass wir nicht die frischeste Mannschaft auf dem Platz haben. Mit dem Doppelwechsel in der Spitze haben wir es dann besser gemacht", sagte Augsburgs Rani Khedira. "Wir sind uns alle der Situation bewusst. Jetzt kommen die Spiele, in denen wir da sein müssen."

Der FCA wurde aktiver und kam zu Möglichkeiten, unter anderem zielte Niederlechner knapp daneben (59.). Letztlich belohnte sich Augsburg aber nicht, Richter traf nur die Latte (89.). Im Gegenzug fiel die Entscheidung.