Fortuna Düsseldorf traf gegen Paderborn viermal Aluminium
Fortuna Düsseldorf traf gegen Paderborn dreimal Aluminium © Getty Images
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Düsseldorf - Fortuna Düsseldorf muss im Abstiegskampf einen Dämpfer hinnehmen. Im Kellerduell mit Schlusslicht SC Paderborn reicht es trotz Chancenplus nur zu einem Remis.

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Stillstand im Keller: Fortuna Düsseldorf und Schlusslicht SC Paderborn haben beim Re-Start der Fußball-Bundesliga den dringend benötigten Befreiungsschlag verpasst.

Die beiden Kellerkinder kamen im atmosphärisch wie spielerisch gespenstischen Abstiegsduell in Düsseldorf nicht über ein 0:0 hinaus - Paderborns Rückstand auf die auf dem Relegationsplatz liegenden Rheinländer beträgt damit unverändert sechs Zähler. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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Paderborn mehrmals im Glück

Dabei hatte Paderborn angesichts zahlreicher Alu-Treffer der Fortuna noch Glück.

"Wenn man sieht, dass fast jeder Spieler heute den Pfosten getroffen hat, wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen", sagte Fortunas Kapitän Kaan Ayhan. Auch Angreifer Steven Skrzybski befand, dass die Fortuna "mit den ganzen Alu-Treffern" die bessere Mannschaft gewesen war.

Auch die Fortuna von Trainer Uwe Rösler bringt der Punktgewinn nach der rund zweimonatigen Corona-Pause kaum weiter. Noch am 26. Spieltag könnte die jetzt schon drei Punkte große Lücke auf das rettende Ufer weiter anwachsen, sollte der FSV Mainz 05 am Sonntag beim 1. FC Köln punkten. (Spielplan und Ergebnisse)

Das Geisterspiel machte die Trainer erfinderisch. Sowohl Steffen Baumgart als auch Rösler hatten im Vorfeld in den eigenen Arenen versucht, eine Partie ohne Zuschauer möglichst realitätsnah zu simulieren. (Die Tabelle der Bundesliga)

Im "richtigen" Spiel erwischten die Kontrahenten ohne das übliche Einlaufen auf das Feld dann einen Frühstart. Zwei Minuten standen die Mannschaften schon bereit, ehe Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) die Partie anpfiff. 

Düsseldorf ohne Hennings

Diese begann zäh. Beide Mannschaften waren auf Sicherheit bedacht. Düsseldorf, das ohne Toptorschütze Rouwen Hennings in der Startelf angetreten war, verzeichnete aber nach guten Hereingaben die ersten Chancen.

Der CHECK24 Doppelpass mit FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Erst blockten die Gäste einen Abschluss von Matthias Zimmermann im letzten Moment (14.), dann traf Valon Berisha nach einer abgefälschten Direktabnahme im Sechzehner nur den linken Pfosten (17.). 

Mehr Schwung brachte das nicht. Während die Gäste minimal stärker wurden, verlor Röslers Team gerade im Mittelfeld viele Zweikämpfe. Baumgarts Paderborner profitierte davon aber nicht.

Kai Pröger (37.) sorgte mit einem schlecht platzierten Freistoß für die einzige Gäste-Möglichkeit in der ersten Hälfte, Düsseldorfs Keeper Florian Kastenmeier parierte. Kurz zuvor war ein Kopfball von F95-Kapitän Kaan Ayhan knapp am Tor vorbei geflogen (32.).

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Insgesamt spiegelte das spielerische Niveau die Platzierungen beider Teams in der Tabelle. Die unzufriedenen Anweisungen der Trainer Baumgart und Rösler - beide ohne Mundschutz am Spielfeldrand - waren klar zu vernehmen. In der Pause reagierte nur Baumgart und brachte den Ex-Fortunen Marlon Ritter für Klaus Gjasula. 

Berisha und Suttner im Pech

Doch es blieb ein Gruselkick. Paderborn, das in der Hinrunde noch mit erfrischendem Offensivfußball geglänzt hatte, blieb auch nach Wiederanpfiff zunächst sehr ungefährlich. Zugleich tat sich auch die Fortuna trotz mehr Spielanteilen schwer, in die Nähe des Gäste-Tores zu kommen. 

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Ein Lattenkopfball von Berisha aus der 66. Minute kam daher umso überraschender. SCP-Schlussmann Leopold Zingerle hatte in der Szene Glück, dass der Ball nicht von seinem Rücken über die Linie titschte. Auch bei einem Pfostentreffer von Markus Suttner (81.) half Zingerle der Dusel, auf der Gegenseite vergab Christopher Antwi-Adjei (87.) Paderborns beste Chance.