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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt steuert gegen den SC Freiburg auf die sechste Pleite in Serie zu. Doch dank eines Schlussspurts retten die Hessen zumindest einen Punkt.

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Mit seinem Tor rettete Joker Timothy Chandler Eintracht Frankfurt immerhin einen Punkt - doch die Freude hielt sich angesichts der Überlegenheit der Hessen in Grenzen.

"Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen, ein Punkt ist zu wenig. Natürlich bin ich trotzdem glücklich über das Tor", sagte Chandler bei Sky. "Wir sind heute wieder zurückgekommen. Die Mentalität stimmt auf jeden Fall, aber wir müssen es einfach abstellen, so viele Tore zu bekommen und noch besser als Mannschaft gemeinsam verteidigen."

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Gegen den SC Freiburg holte die Mannschaft von Adi Hütter einen 1:3-Rückstand auf und beendete mit einem 3:3 (1:1) die Pleitenserie von zuvor fünf Niederlagen. (Spielplan und Ergebnisse)

Frankfurt stellt Torschuss-Rekord auf

Weil Frankfurt aber viel zu viele Chancen ausließ, könnte der Vorsprung auf den Relegationsrang am Mittwoch auf zwei Punkte schrumpfen.

"Das sind zwei absolut verlorene Punkte", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter, betonte aber zugleich: "Dass wir zurückgekommen sind, hat mir aber sehr gut gefallen. Wir wollten unbedingt den Befreiungsschlag landen, der auch verdient gewesen wäre. Wir haben über 80 Minuten ein Top-Spiel abgeliefert." Hütters Kollege Christian Streich sprach von einem "verrückten Spiel" und räumte ein: "Am Ende muss man sagen: ein glücklicher Punkt - was man eigentlich nicht sagen will, wenn man 3:1 in Führung lag."

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Mit 35 Torschüssen stellten die Frankfurter einen ligaweiten Saisonrekord auf, laut Chandler waren die meisten Großchancen: "Wir hatten 25 Hundertprozentige, wo wir alleine vor dem Tor waren. Und dann kriegen wir hinten zu einfach die Tore. Das ist in letzter Zeit einfach zu viel. Da nützt es auch nichts, wenn wir vorne drei machen, wenn wir dann hinten immer drei Stück bekommen."

Ilsanker: "Überhaupt nicht zufrieden"

Teamkollege Stefan Ilsanker ergänzte: "Nach so einem Spiel, kann man nicht mit einem Punkt zufrieden sein. Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis."

SC-Trainer Christian Streich sprach von einem "verrückten Spiel". "Frankfurt hatte viel zu viele Chancen gehabt, das war extrem. Am Ende muss man sagen: ein glücklicher Punkt - was man eigentlich nicht sagen will, wenn man 3:1 in Führung lag", gestand Streich.

Die Freiburger gingen durch einen abgefälschten Schuss von Vincenzo Grifo in Führung (28.). André Silva glich per Abstauber für die Eintracht aus (35.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Nach der Pause drängten die Hausherren auf die Führung, aber durch einen Doppelschlag von Nils Petersen (67.) und Lucas Höler (69.) führten plötzlich die Gäste.

Daichi Kamada nutzte einen Patzer von Robin Koch (79.) zum Anschlusstreffer. Kurz darauf glich der eingewechselte Chandler (82.) aus. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Hinteregger mit viel Offensivdrang

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte die Begegnung im Vorfeld als "richtungsweisend" für den weiteren Saisonverlauf eingestuft und auch deshalb mehr Offensivpower gebracht. Silva und Bas Dost, erste Eintracht-Doppelspitze seit dem 18. Dezember, strahlten trotz guter Ansätze zu Beginn aber nur wenig Torgefahr aus. Sinnbildlich für das fehlende Selbstbewusstsein war ein Konter nach knapp sieben Minuten, der im Sand verlief - weil sich Silva aus vielversprechender Position den Abschluss nicht zutraute und den Ball lieber querlegte.

Kaum zu bremsen war dafür der außerordentlich offensivstarke Abwehrspieler Martin Hinteregger, der von hinten häufig das Spiel ankurbelte. "Hinti, komm zurück!", musste Schlussmann Kevin Trapp deshalb sogar schreien, als Hinteregger mal wieder weit in der Freiburger Hälfte stand.

Abgesehen von fehlender Zielstrebigkeit in der Offensive und dem unglücklichen Rückstand - Abwehrchef Makoto Hasebe hatte Grifos Schuss unhaltbar abgefälscht - war der Frankfurter Auftritt aber gar nicht übel. Die SGE hatte die Freiburger im Griff, blieb auch nach dem Gegentor die viel aktivere Mannschaft und wurde mit dem ebenfalls glücklichen Ausgleich durch Silva für ihr Engagement belohnt.

Schwolow hält Freiburg im Spiel

Und was so ein Erfolgserlebnis auslösen kann, stellte der Portugiese kurz nach dem Seitenwechsel gleich unter Beweis. Als sich eine ähnliche Situation wie im ersten Durchgang auftat, zögerte Silva nicht und zog ab - nur ein paar Zentimeter fehlten zur Führung.

Die verpassten die nun deutlich dominierenden Frankfurter auch in der Folge. Erst Kamada (53.), dann Silva (55.) und zudem Hinteregger (56.) scheiterten aber am Freiburger Keeper Alexander Schwolow, der sein Team mit den Paraden im Spiel hielt. Die nächsten Möglichkeiten vergaben Dost und Silva (64.).

Wie man es besser macht, zeigten auf der anderen Seite Petersen und Höler. Mit den ersten Chancen seit einer gefühlten Ewigkeit stellten sie den Spielverlauf mit ihrem Doppelschlag auf den Kopf. Kamada machte es in der Schlussphase urplötzlich wieder spannend, dann schlug Chandler zu und rettete zumindest den mehr als verdienten Punkt.