Lesedauer: 2 Minuten

Mike Hanke findet im CHECK24 Doppelpass harsche Worte für Lucien Favre von Borussia Dortmund - auch wegen der plötzlichen Abgänge vom BVB-Coach in der Vergangenheit.

Anzeige

Gegenwind für Lucien Favre auch von dessen Ex-Spieler: Mike Hanke hat im CHECK24 Doppelpass am Donnerstagabend wenig schmeichelhafte Worte für den Coach von Borussia Dortmund verloren.

"Seine Abgänge in der Vergangenheit waren plötzlich. Von einem auf den anderen Tag hat er gesagt, ich mache nicht mehr weiter. Das finde ich schon auf eine Art egoistisch. Von heute auf morgen lässt er den Verein und die Mannschaft im Stich", erklärte der frühere Profi (u.a. Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg), der von der Winterpause 2010/2011 bis Sommer 2013 in Gladbach unter dem Schweizer spielte.

Anzeige

Hintergrund: Nach der 0:1-Niederlage des BVB gegen den FC Bayern hatte Favre die Spekulationen über seine Zukunft mit kryptischen Äußerungen angeheizt. "Das sagt man hier seit Monaten. Ich weiß, wie das läuft", so der 62-Jährige bei Sky über die Kritik, er könne keine Titel holen. "Darüber", hatte angefügt, "werde ich in ein paar Wochen sprechen."

Am Mittwoch relativierten dann sowohl Favre als auch die BVB-Verantwortlichen wie Michael Zorc bei SPORT1 und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Aussagen.

Im CHECK24 Doppelpass äußerte sich auch SPORT1-Experte Marcel Reif über Favre: "Ich hätte gerne, dass die, die ihn als Trainer holen wollen, sich erkundigen, bevor sie ihn als Trainer holen. In Dortmund haben sie ihn als Trainer geholt, sicherlich nicht als Nummer Eins. Dann hörst du dich um und hörst, er ist ein super Ausbilder. Aber er ist eigenwillig. Er arbeitet akribisch, hat sich bewegt in dieser Saison."

Insbesondere Favres Potenzial, junge Spieler zu entwickeln, sei bemerkenswert. "Er macht die Sanchos und Haalands besser, die werden bei ihm viel lernen. Er hat Hakimi zu einem Verteidiger entwickelt", sagte Reif.

Meistgelesene Artikel

Er merkte aber an: "Sind sie dann ein Meisterkandidat? Nachdem wie sich die Bayern unter Flick entwickelt haben, hast du keine Chance gehabt. Du bist nicht zerpflückt worden, du hast ein sehr vernünftiges Spiel abgeliefert. In diesem Spiel kann man ihm nichts vorwerfen."

Was Favres Zukunft in Dortmund und eine Vertragsverlängerung angeht, hielt sich Stefan Reuter jedoch bedeckt: "Das kommt auf das Gespräch der Verantwortlichen mit Favre an", meinte der Manager des FC Augsburg. "Wie denkt er darüber, wie geht er die Situation an? Wenn du offen damit umgehst und beide Parteien ankündigen, wann gesprochen wird, hast du das Thema vom Tisch."