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Dortmund - Wer spielt im Derby gegen Schalke an der Seite von Julian Brandt: Thomas Delaney oder Mahmoud Dahoud? Nach prominenten Ausfällen sucht Lucien Favre das neue BVB-Herzstück.

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Sie bildeten zuletzt das Herzstück des BVB – doch jetzt fallen Emre Can und Axel Witsel (beide Verdacht auf Faserriss) für das Geister-Derby am Samstag gegen Schalke aus! (Bundesliga: Borussia Dortmund - Schalke 04 ab 15.30 Uhr im LIVETICKER)

Trainer Lucien Favre muss seine defensive Schaltzentrale nun unweigerlich umbauen. Nur: wer kommt da in Frage? Eine große Auswahl hat der Schweizer nicht gerade.

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Die Wahl wird deshalb wohl zwischen Thomas Delaney und Mahmoud Dahoud fallen. Es gilt als sicher, dass einer der beiden neben Top-Mann Julian Brandt (drei Tore, drei Vorlagen) auflaufen wird.

In der laufenden Bundesliga-Saison lief der BVB bereits mit sieben verschiedenen Varianten auf der Doppelsechs auf. Sechs Spiele und damit die meisten machten Witsel und Delaney, auf je fünf Partien kommen Witsel/Can sowie Witsel/Brandt. Weitere Varianten bisher waren Witsel/Julian Weigl (drei Mal), Weigl/Brandt (drei Mal), Witsel/Dahoud (zwei Mal) sowie Weigl/Dahoud (ein Mal).

Witsels Ausfall trifft den BVB hart

Am erfolgreichsten in dieser Saison waren die Konstellationen Can/Witsel und Witsel/Brandt, die jeweils 2,50 Punkte im Schnitt einfuhren.

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Am Anfang der Saison hatte sich allerdings die Kombination Witsel/Delaney als Stamm-Doppelsechs herauskristallisiert. Das Duo überzeugte auf weite Strecken und gefiel auch den Bossen.

Nach dem 4:0-Sieg am vierten Spieltag gegen Leverkusen, als Delaney sein Startelf-Debüt feierte, lobte Sportchef Michael Zorc: "Heute möchte ich Thomas ein Sonderlob machen. Er hat gefühlt 200 Zweikämpfe bestritten und 210 gewonnen. Er hat es hervorragend gemacht."

Kurze Zeit später verletzte sich Delaney.

Verletzung wirft Delaney zurück

Man muss schon weit zurückgehen, um festzustellen, wann der Däne sein letztes Pflichtspiel für Schwarzgelb bestritten hat: am 26. Oktober 2019 war das. Ausgerechnet beim 0:0 im Derby-Hinspiel auf Schalke lief der 43-fache Nationalspieler 74 Minuten lang an der Seite von Witsel auf.

Bei der darauffolgenden Länderspielpause verletzte sich Delaney aber am Sprunggelenk. Der Bänderriss bedeutete das Hinrunden-Aus. Schlimmer noch: Während der Comeback-Phase im Januar zwangen ihn Meniskusprobleme zur Pause. Doch jetzt ist Delaney wieder voll fit und belastbar.

Nach langer Leidenszeit und über 200 Tagen könnte deshalb die Stunde des zweikampfstarken Wikingers schlagen. "Ich hoffe, dass ich nun durch bin mit den Verletzungen", meinte der 26-Jährige kürzlich bei Sky.

Dahoud schwächer im Zweikampf

Während Delaneys Zwangspause hat sich einiges verändert beim BVB. Julian Weigl ist zu Benfica Lissabon abgewandert, zudem holten die Bosse im Winter in Emre Can einen Mentalitätsspieler, an dem Delaney so schnell erstmal nicht vorbeikommt. Delaney nahm das aber sportlich. Ein Klub wie der BVB, meinte er Anfang des Jahres, brauche diesen Konkurrenzkampf auf jeder Position - man habe schließlich große Ziele.

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Vieles deutet darauf hin, dass Delaney am Samstag an der Seite von Brandt den Vorzug vor Dahoud (gewann in neun Spielen nur 47 Prozent seiner Zweikämpfe) erhält.

Der dänische Mittelfeldspieler, der in seinen sechs bisherigen Saisonspielen 60 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und eine starke Passquote von 89 Prozent hat, sagt über seine eigene Spielweise: "Ich bin kein Messi, ich kann nicht so schön dribbeln, also muss ich etwas Anderes beitragen. Für mich ist es ein gutes Spiel, wenn ich Zweikämpfe gewinnen kann und die Bälle schnell und kurz weiterspielen kann.“

Gerade im Derby gegen Schalke sind diese Qualitäten gefragt.