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München - Werder Bremen ist einer der am stärksten von der Coronakrise betroffenen Klubs. Trotz möglichen Neustarts zeichnet Geschäftsführer Klaus Filbry ein düsteres Bild.

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Die Erleichterung bei Fans und insbesondere den Verantwortlichen von Werder Bremen dürfte groß gewesen sein. Die Bundesliga könnte voraussichtlich im Mai fortgesetzt werden, sofern nicht die Bundes- und Landespolitik dem Vorhaben nmoch einen Strich durch die Rechnung macht.

Dennoch hat Klaus Filbry, der Vorsitzende Geschäftsführer der Norddeutschen, nun im Werder-Podcast die brenzlige Lage bei den Bremern klar benannt.

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Werder-Boss Filbry über Schulden: Nur wegen Corona

Zwar hat sich Werder nicht schon vor der Krise in Richtung Abgrund manövriert wie beispielsweise Schalke 04. "Wir sind unverschuldet und einzig aufgrund der Corona-Pandemie samt ihren Folgen in diese Situation gelangt", stellte Filbry klar.

Trotz Banken-Deals, mit denen bis zum Frühherbst für Liquidität gesorgt ist, müsse Werders Profiabteilung nun aber zum ersten Mal seit ihrer Ausgliederung Schulden aufnehmen, verriet Filbry. Damit wendet der viermalige Deutsche Meister die Zahlungsfähigkeit ab.

Filbry: Verlust von bis zu 40 Millionen Euro

In einem vorerst in die Ferne gerückten Worst-Case-Szenario - sprich: Saisonabbruch plus Geisterspiele bis Ende des Jahres - fürchten die Bremer einen "Verlust von deutlich über 40 Millionen Euro" (Filbry). Denn durch eine weitere Halbserie ohne Eintritts- und Sponsorengelder fehlten weitere 8,5 Millionen.

Die aktuelle Saison mit Geisterspielen zu beenden und ab August wieder Partien vor Zuschauern zu spielen, hält Filbry aber für unrealistisch: "Wir können heute schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass der beste Fall nicht eintritt."

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Filbry listet verschiedene Aspekte auf, Werder rechnet aufgrund nicht genutzter Tages- und Dauerkarten, rund sieben Millionen Euro an die Fans zurückzahlen müssen. Auf der anderen Seite wartet Werder auf Zahlungseingänge, - "weit über 20 Millionen" seien es laut dem 53-Jährigen.

Werder-Sportchef Baumann wartet auf Entscheidungen der Politik

Immerhin ist seit der DFL-Konferenz am Donnerstag die letzte Rate aus dem Fernsehvertrag auf dem Weg an die Weser. Diese 15 Millionen Euro werden Werder guttun.

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Nun aber hängt alles an den politischen Entscheidungsträgern, wie auch Sportchef Baumann weiß, der sich in dem Podcast ebenfalls äußerte: "Wir entscheiden nicht, wann und wie trainiert oder gespielt wird, das sind Entscheidungen der Politik und wir werden uns danach richten."

Der 17. der Bundesliga hält also weiter den Atem an. Denn ohne Fußball gibt es kein Geld, das Werder Bremen so dringend benötigt.