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München - Derzeit wird ausgetüftelt, wie die Bundesliga trotz Coronakrise ihre Saison zu Ende bringen kann. Beim VdV hält man von radikalen Szenarien wenig.

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Die Coronakrise hat den Fußball weiter im Griff. Bis Ende April wird der Spielbetrieb in deutschen Stadien weiter still stehen, doch wie kann es dann weitergehen? 

Im Kern geht es um die Frage, unter welchen Bedingungen sich Hygiene und Prävention bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs bestmöglich gewährleisten lassen. Während die DFL darauf hinweist, dass es "zum aktuellen Zeitpunkt weder Beschlüsse noch Vorfestlegungen gibt", berichten verschiedene Medien bereits von konkreten Planungen des Liga-Verbandes.

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Im ZDF erklärte der Virologe Alexander Kekulé, dass man alle Spieler der 1. und 2. Liga unter einer "speziellen Blase" halten müsse, was beispielsweise bedeuten würde, dass sie zwischen Mai und dem Saisonende am 30. Juni von ihren Familien isoliert wären.

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Kreuzer: "Für alle Beteiligten alternativlos"

Beim Verband deutscher Vertragsfußballspieler (VdV) hält man von einer derart drastischen Maßnahme wenig. "Eine komplette Dauer-Isolierung von Mannschaften wird von unserem Spielerrat als schwierig angesehen", sagt Ulf Baranowsky, VdV-Geschäftsführer im Gespräch mit SPORT1. Man habe eine Verantwortung gegenüber den Familien, sagt der VdV-Geschäftsführer. 

Auch den Erfolg einer solchen Strategie zieht Baranowsky in Zweifel. "Es wäre fraglich, inwieweit durch eine solche Maßnahme das Infektionsrisiko tatsächlich deutlich minimiert werden könnte." 

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Im Fall der Fälle - wenn es also nur unter diesen Voraussetzungen zu einer Fortführung des Spielbetriebs kommen könnte - wäre die Spielerseite wohl dazu bereit, in den sauren Apfel zu beißen. Allen Protagonisten sei bewusst, dass es um die Zukunft der beiden Bundesligen geht.

Die Frage, ob die Fußballer das radikale Szenario einer Dauer-Isolation mittragen würden, stellt sich für Oliver Kreuzer ohnehin nicht. "Es ist für alle Beteiligten alternativlos, dass die Saison zu Ende gespielt wird, auch unter extremen Bedingungen", sagte der Sportdirektor des Karlsruher SC bei SPORT1.

VdV berät mit Spielerrat 

Gerade für einen Klub wie den KSC, der laut Medienberichten mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung den finanziellen Ruin verhindern will, ist die Fortführung der laufenden Saison die einzige Alternative. Da die DFL ihre Statuten im Zuge der Corona-Krise gelockert hat, würde den Badenern im Falle einer Insolvenz kein Zwangsabstieg drohen.

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Wie SPORT1 weiß, hielt der VdV am vergangenen Freitag eine Video-Konferenz ab - zugeschaltet war unter anderem der Spielerrat mit den Fußballprofis Benedikt Höwedes, Andreas Luthe und Robin Himmelmann. Der ehemalige Bayern-Spieler Sebastian Rudy, der gemeinhin als Wortführer gilt, fehlte dagegen. Die Spielervertreter befinden sich in ständigem Austausch mit ihren Kollegen. 

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Klar ist, dass dem Gesundheitsschutz die höchste Priorität eingeräumt wird, wie der frühere Leverkusen-Profi Carsten Ramelow, seit 2003 Vize-Präsident der VdV, bei SPORT1 erklärt. "Dafür tragen in erster Linie die Klubs und Verbände sowie die Behörden die Verantwortung."

Genauso offensichtlich sei aber auch der Wunsch der Profis "dass bald wieder gespielt werden kann."