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München - Nach und nach kehren die Bundesligaklubs auf den Trainingsplatz zurück - es gibt jedoch teils große Unterschiede. SPORT1 zeigt den aktuellen Stand.

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Die DFL hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 31. März den Vereinen empfohlen, bis zum Sonntag auf die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings wegen der Coronakrise zu verzichten.

Während die meisten Klubs sich daran hielten, startete beispielsweise der BVB bereits am vergangenen Montag mit einem Training in Zweiergruppen - was bei Union Berlins Geschäftsführer für Unmut sorgte: "Ich finde es wichtig, dass es eigentlich einheitlich ist. Wenn sich einige Vereine nicht daran halten, finde ich es schwach", sagte er dem Kicker.

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Eine Einheitlichkeit gibt es nach wie vor nicht - denn in der föderalen Bundesrepublik gelten in jedem Bundesland eigene Gesetze. So darf Werder Bremen bis auf Weiteres nicht zurück auf den Trainingsplatz: Das Bundesland Bremen ließ den Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung vorerst abblitzen.

Haben einige Vereine mit Blick auf eine mögliche Fortsetzung der Bundesliga-Saison jetzt einen Wettbewerbsvorteil? SPORT1 gibt einen Überblick über die aktuelle Situation.

FC Bayern München:

Die 21 Profis des Rekordmeisters werden am Montag ab 10 Uhr zum Training im Freien erwartet. Sie werden laut Kicker zunächst in Gruppen eingeteilt: vier Vierergruppen und eine Fünfergruppe. 

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Die Gruppen sollen das Training zeitlich versetzt aufnehmen. Jeder Weg, den die Spieler gehen könnten, ist dabei genau durchgeplant, damit sich die Gruppen nicht in die Quere kommen. 

Auf drei Plätzen wird trainiert, auf einem vierten sollen die Spieler, die sich verletzungsbedingt im Aufbautraining befinden - also Robert Lewandowski, Niklas Süle und Ivan Perisic - ein Lauftraining absolvieren.

Borussia Dortmund:

Die Spieler des BVB stehen bereits seit einer Woche auf dem Platz. Emre Can hatte im CHECK24 Doppeplass am 29. März angekündigt, dass die Dortmunder in Zweiergruppen wieder trainieren werden.

Die einzelnen Gruppen erscheinen zeitversetzt auf dem Klubgelände und trainieren in unterschiedlichen Bereichen. Wie die Dortmunder am Sonntag mitteilten, stünden Übungen mit Zweikämpfen auch in der kommenden Woche nicht auf dem Programm.

Die Spieler sollen sich weiter zuhause umziehen und daheim duschen. Zudem werde die Mannschaft nicht zusammen am Trainingsgelände essen, die Profis können sich ihre Verpflegung nur nach Hause mitnehmen.

RB Leipzig:

Auch die Rasenballer hielten sich nicht an die Empfehlung der DFL. Schon seit dem 2. April trainieren sie wieder auf dem Platz.

Die Profis üben in kleinen Gruppen mit maximal vier Spielern ohne Körperkontakt und halten sich nicht gemeinsam in der Kabine oder Mensa auf, sondern in ihren privaten Zimmern in der Akademie.

Borussia Mönchengladbach:

Bei den Fohlen gibt es noch keinen offiziellen Termin, wann die Profis wieder mit dem Training im Freien beginnen.

Bislang trainieren sie noch individuell, obwohl das Bundesland Nordrhein-Westfalen schon vor knapp einer Woche das Kontaktverbot für Profi-Fußballer gelockert hat.

Bayer Leverkusen:

Die Werkself macht von der Ausnahmeregelung in NRW Gebrauch. Seit dem 1. April trainieren die Spieler auf dem Vereinsgelände in Zweiergruppen.

Ob die einzelnen Gruppen in den kommenden Tagen etwas vergrößert werden, steht noch nicht offiziell fest.

Schalke 04:

Die Königsblauen trainieren ab Montag nicht mehr in Kleinst-, sondern in Kleingruppen. Das heißt, bis zu sieben Spieler können gleichzeitig an einer Einheit teilnehmen.

Die Spieler ziehen sich in den nächsten Tagen in den großzügigen Räumlichkeiten der Knappenschmiede um. In diesem Trakt stehen so viele Umkleiden zur Verfügung, dass jeder Profi eine eigene Kabine hat.

VfL Wolfsburg:

Die Wölfe haben bislang nur in Räumen der Arena trainiert, werden aber wahrscheinlich ab Montag wieder im Freien trainieren.

Ein richtiges Teamtraining wird das jedoch nicht sein. In Kleingruppen werden die Profis nacheinander den Rasen betreten und getrennt voneinander trainieren.

SC Freiburg:

Beim Sport-Club trainierten die Profis bislang nur zu Hause. Erst in den nächsten Tagen wird die sportliche Führung der Breisgauer darüber beraten, wie und wann die Profis auf den Platz zurückkehren können.

TSG Hoffenheim:

Die TSG wird ab Montag das Training wieder aufnehmen. Die Übungseinheiten in Zuzenhausen finden allerdings unter besonderen Bedingungen statt. So wird das Training nur in kleinen Gruppen durchgeführt.

1. FC Köln:

Auch für die Rheinländer geht es am Montag wieder los. Die FC-Profis trainieren dann zeitversetzt in drei Gruppen.

Die Spieler sollen dabei nur zu ihrer eigenen Gruppe Kontakt haben. Zwei Gruppen arbeiten auf dem Trainingsplatz und im Kraftraum, die dritte Gruppe absolviert Leistungstests.

Union Berlin:

Ganz langsam startet der Aufsteiger wieder ins Training. Am Montag und Dienstag werden erst einmal Leistungstests durchgeführt, um das Training besser steuern zu können.

Erst im Laufe der Woche soll dann in kleineren Gruppen und auch mit dem Ball trainiert werden.

Eintracht Frankfurt:

Die Hessen trainieren schon seit 3. April wieder in Kleingruppen zu je maximal drei Spielern. Auf verschiedenen Ecken der drei Rasenfelder werden sie jeweils angeleitet von einem der Trainer oder Athletik-Trainer, die in gebührender Entfernung die Anweisungen geben.

Hertha BSC:

Die vergangenen Tage standen bei der Alten Dame im Zeichen von verschärftem Lauftraining. Wann die Spieler wieder auf den Platz zurückkehren, war zunächst noch nicht klar.

FC Augsburg:

Der FCA hat das Training als erster Bundesligist im Freien wieder aufgenommen und steht bereits seit dem 23. März auf dem Platz.

Die Einheiten wurden unter strengen hygienischen Auflagen, in kleinen Gruppen und mit so wenig Kontakten wie möglich durchgeführt.

1. FSV Mainz 05:

Die Rheinhessen steigen erst am Dienstag wieder ins Training ein. Dabei sind Übungseinheiten in Kleinstgruppen vorgesehen, die nach Auflagen der Gesundheitsbehörden stattfinden.

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Fortuna Düsseldorf:

Die Fortunen trainieren von Montag an in Kleingruppen wieder auf dem Platz, in Zweiergruppen und mit dem nötigen Abstand.

Die Spieler sollen demnach zeitversetzt zum Vereinsgelände am Flinger Broich anreisen und nach Beendigung des Trainings sogleich wieder abreisen.

Werder Bremen:

Auch Werder wollte das Training am Montag wieder aufnehmen. Der Bremer Senat machte dem Klub allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Selbst in Kleingruppen dürfen die Bremer bis auf Weiteres nicht trainieren. Einen entsprechenden Antrag lehnte der Senat ab.

SC Paderborn:

Die Ostwestfalen haben noch nicht entschieden, wann genau sie den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Das will die Leitung am Montag mit dem Spielerkader und dem Trainerstab besprechen.