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Das von Hansi Flick gewünschte Transfer-Vetorecht hat laut Oliver Kahn "intensive" Diskussionen beim FC Bayern ausgelöst.

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Oliver Kahn hat auf das von Hansi Flick geforderte Vetorecht bei Transfers beim FC Bayern reagiert.

"Natürlich ist der Trainer ein ganz wichtiger Faktor bei unseren Transferüberlegungen", erklärte der 50-Jährige der Sport Bild: "Hasan Salihamidzic, Hansi Flick und ich haben über dieses und andere Themen intensiv diskutiert und uns abgestimmt. Der Trainer kann und soll seine Vorstellungen einbringen."

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Flick hatte in der Sport Bild gesagt, der Trainer müsse, "wenn es um Neuzugänge und Verstärkungen geht, ein Vetorecht haben. Es ist wichtig, dort das richtige Auge zu haben – und eben auch die Möglichkeit, Vorschläge abzulehnen."

Kahn erklärte auch, wie er die Torwart-Situation um Manuel Neuer und Alexander Nübel sieht.

"Mit Alexander Nübel bekommen wir einen hochtalentierten Torwart, der die Möglichkeit besitzt, sich hinter Manuel Neuer zu entwickeln und zu lernen", sagte der zukünftige Klub-Boss: "Die Möglichkeit, täglich mit dem besten Torwart der Welt zu arbeiten, haben nicht viele."

Nübel-Berater wegen Neuer gelassen

Die Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern und dem Management von Manuel Neuer sind allerdings ins Stocken geraten. Neuer will in München einen Rentenvertrag unterschreiben, fordert laut Bild einen Vertrag bis 2025. Nach SPORT1-Informationen bieten ihm die Münchner hingegen eine zweijährige Verlängerung bis 2023 – noch. 

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"Die Vertragsverhandlungen zwischen Manuel Neuer und dem FC Bayern sind für uns überhaupt kein Thema. Ich habe darüber auch noch nicht eine Sekunde mit Alexander gesprochen", betont Nübel-Berater Stefan Backs im Gespräch mit SPORT1

"Für die Bayern ist es eine Zwickmühle. Eine Baustelle, die man derzeit nicht braucht. Ob sie mit Neuer wirklich nochmal vier Jahre verlängern? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich Nübel vier Jahre auf die Bank setzt”, sagt Thomas Helmer, SPORT1-Experte und Moderator des CHECK24 Doppelpass

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Flick selbst hatte Nübel zuletzt wenig Hoffnung gemacht. "Es weiß jeder, was ich von Manuel halte. Er ist für mich der mit Abstand beste Torwart der Welt, daran habe ich nicht die geringsten Zweifel. Deshalb gibt es dazu für mich keine Alternative. Manuel führt die Mannschaft, gibt ihr die nötige Sicherheit", sagte Flick.

Nübel bescheinigte der 55-Jährige lediglich, "ein junger, talentierter Torhüter" zu sein.

Kahn fühlt sich an 11. September erinnert

Kahn äußerte sich auch zur Coronakrise. Er sieht angesichts der einschneidenden Veränderungen für die Gesellschaft und auch den Fußball Parallelen zum 11. September.

"Epochale Erlebnisse bringen es mit sich, dass wir innehalten und reflektieren. Ich erinnere mich noch an die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001", sagt das Vorstandsmitglied des FC Bayern.

Nach dem 11. September seien "viele davon ausgegangen, die Welt werde sich für immer verändern. Tatsächlich etablierte sich ein Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Es gibt auch ein Leben nach dieser Krise", sagte der 50-Jährige: "Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt glaubwürdig vorhersagen, wie sich unser Leben und die Fußballwelt verändern wird."

Die Krise sei aber auch eine Chance, so Kahn: "Vielleicht wissen wir es wieder mehr zu schätzen, was den Fußball im Kern ausmacht, nämlich Spaß, positive Emotionen und gemeinsame Erlebnisse und nicht Hass, Pöbeleien und Gewalt."