Lesedauer: 2 Minuten

Wenn der Ball in der Bundesliga wieder rollen sollte, hat das auch mit dem Konzept von Tim Meyer und seiner Taskforce zu tun. Doch der Arzt warnt eindringlich.

Anzeige

Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer, Leiter der "Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" der Deutschen Fußball Liga (DFL), hat für das Gelingen des Konzepts zur Wiederaufnahme des Bundesliga-Spielbetriebs eindringlich an die Eigenverantwortung aller Beteiligter appelliert.

"Wir können viele schöne Konzepte machen, und die sind dann theoretisch sicher. Wenn aber diejenigen, die im Kern dieses Konzepts stehen, nicht mitspielen, dann haben wir ein Problem", sagte Meyer am Freitag: "Disziplin von Spielern, Trainern und Betreuern ist extrem bedeutsam." 

Anzeige
Meistgelesene Artikel
  • Fussball
    1
    Fussball
    Als Maradona die Bayern anführte
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Streichs Dilemma mit Freiburg
  • Fussball
    3
    Fussball
    Maradona wollte Gaudinos Trikot
  • Basketball / easycredit BBL
    4
    Basketball / easycredit BBL
    Unfall schockte Basketball
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Was Flick bei Bayern rasend macht

Laut des Mediziners sei die Eigenverantwortung aller Akteure "die Bedingung dafür, dass überhaupt infrage kommt, dass gespielt werden kann". Die DFL hatte am Donnerstag ein Konzept mit ausführlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen vorgestellt. Mit dem 41-seitigen Strategiepapier will sie die Politiker davon überzeugen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. 

Jetzt aktuelle Fanartikel der Bundesliga bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE 

Durch diese Maßnahmen sei es "extrem unwahrscheinlich, dass eine Person, die Corona-positiv ist, auf den Platz gerät", sagte Meyer weiter. Zwar könne man kein "Risiko von 0,0" ansetzen, "aber wir wollen es dem sehr nahe bringen".

"Das ist das höchste Maß an Sicherheit"

Dem Konzept gemäß sollen Spieler mindestens einmal wöchentlich auf das Coronavirus getestet werden, auf jeden Fall einen Tag vor einem Spiel. "Ein Abstrich am Tag vor dem Spiel, kürzer geht es nicht. Das ist das höchste Maß an Sicherheit, das man machen kann", sagte Taskforce-Mitglied Barbara Gärtner.

Auf dem Platz solle der Fußball in seiner bekannten Form hingegen möglichst unberührt bleiben, wie Meyer erklärte. "In dem Konzept sind keine Verhaltensweisen auf dem Platz inkludiert, weil wir den Fußball auch authentisch lassen wollen", sagte er. So soll etwa auch der Torjubel unreglementiert bleiben. 

Noch ist den Teams jedoch nicht einmal Mannschaftstraining gestattet. Wie viel Zeit die Klubs bei grünem Licht der Politik zur Vorbereitung hätten, ist unklar. "Ein sportmedizinisches Wunschkonzert wären sicherlich drei Wochen", sagte Meyer: "Auf der anderen Seite haben wir kein Wunschkonzert, daher kann es sein, dass man mit weniger einfach leben muss." Den Klubs empfahl er deshalb, "im Training jetzt schon Übungen zu machen, von denen man weiß, dass sie verletzungspräventiv sind".