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München - Der Wechsel von Armindo Sieb zum FC Bayern sorgt bei der TSG Hoffenheim für Ärger. Sportdirektor Rosen attackiert die Münchner für den Ablauf des Medizinchecks.

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Dieser Wechsel sorgt für Ärger!

Am Donnerstag hat Armindo Sieb erfolgreich den Medizincheck beim FC Bayern absolviert. Das 17 Jahre alte Top-Talent wechselt im Sommer ablösefrei von der TSG Hoffenheim nach München. (SPORT1 berichtete exklusiv)

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Der Offensiv-Allrounder soll in der kommenden Saison bereits in der 3. Liga bei der U23 Spielpraxis sammeln. In den Gesprächen wurde ihm perspektivisch auch der Sprung zu den Profis zugetraut. Die TSG hat den Kampf um das Juwel zwar verloren, nimmt es aber sportlich.

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Rosen attackiert Bayern: "Fehlen mir die Worte"

"Armindo hat bei uns eine klare Perspektive für den Lizenzspielerkader aufgezeigt bekommen und bereits regelmäßig mit den Profis trainiert. Insofern ist es natürlich bedauerlich, dass sich der Junge und sein Berater für ein anderes Angebot entschieden haben. Aber es gilt diese Entscheidung zu respektieren, auch wenn sie ein Stück weit schmerzt", sagt TSG-Sportdirektor Alexander Rosen im Gespräch mit SPORT1.

Der Ablauf des Wechsels bringt die Hoffenheimer allerdings in Rage.

Die Rosen-Attacke im Wortlaut: "Unabhängig davon finden wir es in diesem Zusammenhang irritierend, dass der Spieler ohne Abstimmung mit uns vom FC Bayern zu einer medizinischen Untersuchung nach München bestellt wurde. Vor dem Hintergrund der aktuellen Coronakrise mit all ihren Einschränkungen und Herausforderungen fehlen mir für so ein Verhalten die Worte."

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Ohne Zustimmung der TSG Hoffenheim nach München

Nach SPORT1-Informationen gab es am Dienstagnachmittag zwischen Medienverantwortlichen der Akademien eine Kontaktaufnahme. Der TSG wurde erst zu diesem Zeitpunkt, somit auf Umwegen und aus ihrer Sicht beiläufig mitgeteilt, dass Sieb und sein Berater Can Arikboga den Donnerstagstermin zum Medizincheck in München bereits organisiert hatten - in Absprache mit den Campus-Verantwortlichen der Bayern, aber ohne jede Zustimmung der TSG Hoffenheim.

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Dass für Sieb und weitere Jungprofis am Donnerstag ein für 11.30 Uhr anberaumtes Krafttraining am TSG-Gelände angesetzt war, stand aufgrund der Corona-Einschränkungen allerdings erst am Mittwoch fest. Siebs Berater soll davon ausgegangen sein, dass am Donnerstag frei sei.

Vom Trainingstermin erfuhren er und sein Schützling seitens des Vereins zwar rechtzeitig, sie reisten am Mittwoch aber trotzdem zusammen nach München. Von dort schickte Sieb eine SMS an ein Mitglied des Trainerteams der Hoffenheimer Profi-Mannschaft.

Sieb absolviert Medizincheck beim FC Bayern

Rosen bekam davon mit, reagierte sofort und forderte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Mittwoch in einem Telefonat dazu auf, den Spieler nach Hoffenheim zurückzuschicken. Trotz Rosens Aufforderung absolvierten die Bayern am Donnerstag den Medizincheck mit Sieb, weshalb der deutsche U17-Nationalspieler beim TSG-Training letztlich unentschuldigt fehlte.

Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich der FC Bayern nicht zu den Vorwürfen äußern.