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Bei Werder Bremen geht man in der Corona-Krise womöglich völlig neue Wege. Nicht, weil man will - sondern weil man es offenbar muss.

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In der Not, so sagt man, frisst der Teufel Fliegen. 

Und die Not bei Werder Bremen ist offenbar recht groß. Denn wie der Traditionsklub aus der Bundesliga nun offen zugibt, befasst er sich erstmals mit der Möglichkeit, einen finanzstarken Investor ins Boot zu holen. 

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Dies bestätigte Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry, dessen Klub wegen der Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten ist. "Wir finden in der aktuellen Phase aber kaum jemanden, der bereit ist, in eine Minderheitsbeteiligung Geld zu investieren. Dennoch prüfen wir auch diese Option. Es könnte ein Lösungsansatz sein", sagte der 53-Jährige in der Bild-Zeitung. 

Dabei war die Idee von einem Investor an der Weser lange ein absolutes No-go: "Wir sind aktuell wettbewerbsfähig, so wie wir aufgestellt sind. Uns ist wichtig, daran festzuhalten, dass wir unsere Entscheidungen selber treffen können", hatte Bremens Geschäftsführer Marco Bode gesagt. Diese Sätze fielen im September des letzten Jahres - lange vor Corona.

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Die Suche nach einem Investor spiele eine geringe Rolle: Damals sagte Bode: "Aktuell sehe ich keine Entwicklung am Horizont, die Werder in diese Richtung bringt." 

Auch im Januar erklärte Bode noch: "Kurz- und mittelfristig haben wir festgelegt, dass wir nicht so einen Weg wie Hertha mit großen Investoren gehen wollen, sondern aus uns selbst heraus erfolgreich sein wollen." 

TV-Gelder reichen Werder nicht

Fest steht mittlerweile, dass sich der Klub erstmals verschulden muss, um der Insolvenz aus dem Weg zu gehen: "Wir arbeiten gerade an einem KfW-Kredit (Kredit-Institut, Anm. d. Red.), weil es anders nicht zu leisten ist." 

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Im Worst-Case-Szenario - sprich: Saisonabbruch plus Geisterspiele bis Ende des Jahres - fürchten die Bremer einen "Verlust von deutlich über 40 Millionen Euro", wie Filbry bereits vor kurzem gesagt hatte. Denn durch eine weitere Halbserie ohne Eintritts- und Sponsorengelder fehlten weitere 8,5 Millionen.

Zwar fließt ein Viertel der ausstehenden Rate aus dem TV-Vertrag schon jetzt, doch die Summe von 15 Millionen Euro würde Werder offenbar alleine nicht über Wasser halten. 

Da hilft auch nicht, dass Filbry zuletzt klar stellte: "Wir sind unverschuldet und einzig aufgrund der Corona-Pandemie samt ihren Folgen in diese Situation gelangt."