Patrick Ittrich pfeift in der 1. und 2. Bundesliga
Patrick Ittrich pfeift in der 1. und 2. Bundesliga © Getty Images
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Auch die Schiedsrichter haben aktuell wegen der Coronakrise mehr Freizeit. Patrick Ittrich verrät, dass ihm die Bundesliga-Spieler nicht fehlen würden.

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Schiedsrichter Patrick Ittrich nimmt die Bundesliga-Zwangspause wegen der Coronakrise gelassen. "Ich habe jetzt mehr Zeit für die Familie. Normalerweise bin ich kaum zu Hause", sagte der Hamburger Polizist und Vater von vier Töchtern dem SID: "Deswegen koste ich das jetzt aus." Der Glamour, eine gewisse Nähe zu den Stars fehlt ihm nicht.

"Für mich ist das jetzt geschenkte Zeit, deswegen vermisse ich keinen Thomas Müller oder Lukasz Piszczek oder wen auch immer", sagte Ittrich: "Natürlich ist es mal schön, mit denen im Kabinengang zu schnacken, aber ich habe mit den Spielern ja nicht wirklich viel zu tun - es ist ja nicht so, dass wir nach den Spielen ein Bier zusammen trinken."

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Wenn der 41-Jährige derzeit etwas vermisse, "ist es das Team, mit dem ich unterwegs bin, mit dem ich lachen und Spaß haben kann und arbeite. Die fehlen mir, aber nicht die Fußballer. Es ist nicht so, dass ich mich jede Nacht in den Schlaf weine, weil ich nicht zusammen mit Robert Lewandowski auf dem Fußballplatz stehe."

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Aber natürlich freut sich auch Ittrich auf den Zeitpunkt, wenn in der Bundesliga wieder der Ball rollt. "Natürlich ist es grandios und genial, in der Bundesliga Spiele leiten zu dürfen - auch wenn man manchmal ausgepfiffen wird. Aber dafür habe ich ja jahrelang gearbeitet, um in der Bundesliga Spiele pfeifen zu können", sagte Ittrich: "Und natürlich fehlt einem das. Natürlich fehlt einem die Bundesliga. Aber vor allem geht es auch darum, dieses Virus in den Griff zu bekommen. Und auf diesem Weg respektiere ich jede Entscheidung der Regierung, die getroffen wird, und hoffe, dass ich irgendwann auf den Platz zurück kann - das will ja jeder Sportler."