Die DFL will die einzelnen Bundesliga-Stadien in drei Zonen einteilen
Die DFL will die einzelnen Bundesliga-Stadien in drei Zonen einteilen © Getty Images
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Die Wiederaufnahme der Bundesliga mit Geisterspielen rückt näher. Nun wird ein Dokument veröffentlicht, das die genau geplanten Abläufe im Stadion beschreibt.

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Maximal circa 300 Menschen auf dem Stadiongelände, strikte Einteilung in Zonen, Fragebögen zur Risikominimierung - so sieht offenbar das Konzept der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga aus.

Der Spiegel veröffentlichte am Dienstagabend auf seiner Webseite einen entsprechenden Entwurf mit Stand 15. April, die endgültige Fassung werde erst später erstellt, ergänzte das Nachrichtenmagazin.

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In dem 41-seitigen Dokument mit dem Titel "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb im Profifußball" sind höchst detaillierte Pläne vorzufinden, wie in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ein Geisterspiel mit möglichst niedrigem Infektionsrisiko ablaufen soll. Die Task Force um Tim Meyer, den Vorsitzenden der Medizinischen Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), legte in dem Entwurf etwa fest, dass maximal circa 300 Menschen gleichzeitig im Stadion sein dürfen.

Stadion in drei Zonen eingeteilt

Die Arenen werden in die drei Zonen "Innenraum", "Tribüne" und "Stadionaußengelände" aufgeteilt, in jeder Zone dürfen sich laut dem Papier gleichzeitig maximal circa 100 Personen befinden. Für eine dynamische Bedarfsplanung wurde der Spieltag in verschiedene Zeitfenster unterteilt, Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten müssten frühzeitig vor Ankunft der Teams im Stadion abgeschlossen sein.

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Für eine dynamische Bedarfsplanung wurde der Spieltag in verschiedene Zeitfenster unterteilt, Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten müssten frühzeitig vor Ankunft der Teams im Stadion abgeschlossen sein.

In dem Dokument finden sich weiter Richtlinien zur Ausstattung der Trainingsstätten sowie Verhaltensregeln für das TV-Personal (u.a. Ausfüllen eines Fragebogens zum gesundheitlichen Befinden) oder die Belegschaft in den Team-Unterkünften. Auf Einlaufkinder soll ebenso verzichtet werden wie auf Shakehands, Mannschaftsfotos oder ein gemeinsames Aufstellen.

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Diskussion bleibt bestehen

Die Profis werden zudem darauf vorbereitet, dass die Debatte über die Sinnhaftigkeit der Geisterspiele bestehen bleiben wird. "Im Stadion wird der Blick der Öffentlichkeit auf den Profi-Fußball, die Teams und Akteure in der aktuellen Situation nochmals größer sein als bisher. Wir bitten dringend um vorbildliches Verhalten bezüglich der Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen außerhalb des Spielfeldes", heißt es in dem Entwurf.

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Die Task Force listet mit Stand 15. April auch auf, wie sich die Vereine verhalten sollen, wenn positive COVID-19-Fälle auftreten. Etwa: "Keine automatische Meldung eines positiven Falles an die Presse, da Krankheitsverifizierung sowie die klare Dokumentation der vermutlichen Übertragungswege im Vordergrund stehen."

Am Dienstagnachmittag hatte die DFL angekündigt, am Donnerstag bei der virtuellen Mitgliederversammlung den 36 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga "ein detailliertes verbindliches Konzept mit strengen Hygiene-Vorgaben, erforderlichen Testungen und permanentem Monitoring" vorzustellen. Dieses soll auch die Politik von der Durchführbarkeit von Geisterspielen zur Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Saison überzeugen.