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Das Bundesarbeitsministerium gibt beim Arbeitsschutz grünes Licht für das Bundesliga-Konzept der DFL. Damit rückt der Neustart der Liga im Mai näher.

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Die Bundesliga hat offenbar weitere wichtige Hürden auf dem Weg zu Geisterspielen aufgrund der Coronavirus-Pandemie genommen.

Zum einen hat das Bundesarbeitsministerium nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für Spiele der 1. und 2. Liga unter Ausschluss von Zuschauern gegeben.

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"Der Arbeitsschutz der Spieler, Trainer und Betreuer kann bei vollständiger Umsetzung des Konzepts weitgehend sichergestellt werden", heißt es demnach mit Blick auf ein weiterentwickeltes Wiederaufnahme-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) in einem Schreiben von Björn Böhning (SPD) als Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium.

Sportministerkonferenz für Neustart Mitte/Ende Mai

Zum Zweiten meldete die Rheinische Post am Dienstagabend, dass die Sportministerkonferenz eine Fortsetzung der Bundesliga Mitte/Ende Mai empfiehlt. Die Zeitung beruft sich auf Informationen aus einem Beschluss der Runde, über den am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer abstimmen sollen. 

In der Beschlussvorlage heiße es: "Die SMK hält die Fortsetzung des Spielbetriebes und mithin die Begrenzung des ansonsten entstehenden wirtschaftlichen Schadens in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga für die dort startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab Mitte/Ende Mai für vertretbar."

Sofern sich die Konzepte bewährten und eine entsprechende Wirtschaftlichkeit für die Vereine gegeben sei, könne dies "mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Frauen-Bundesliga und den DFB-Pokal ausgeweitet werden".

Kein Mund-Nasen-Schutz auf dem Platz

Das Schreiben von Björn Böhning ist an Kanzleramtschef Helge Braun, das Bundesinnenministerium und das Bundesgesundheitsministerium gerichtet. Dem Arbeitsministerium obliegt aber nicht die Entscheidung für Geisterspiele. Eine positive Rückmeldung ist aber eine Grundvoraussetzung für die Zustimmung der Politik.

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Die DFL hatte ihr Konzept für den Wiederbeginn des Liga-Fußballs nach Hinweisen des Arbeitsministeriums weiterentwickelt. In der aktuellen Fassung sei das Konzept "sinnvoll, reduziert Risiken und ist daher arbeitsschutzrechtlich akzeptabel", heißt es von Böhning.

Die DFL hatte in einem Schreiben ans Arbeitsministerium, das dem RND ebenfalls vorliegt, von einer "Quasi-Quarantäne" der Spieler gesprochen. "Insofern leben die Spieler in einer Zone, die neben ihrer Privatwohnung auf der anderen Seite den Trainingsplatz, den Spielerbereich des Stadions, die Mannschaftshotels und den Mannschaftsbus umfasst." Ein Mund-Nasen-Schutz ist indes auf dem Trainingsplatz und auf dem Spielfeld nicht möglich.

Die Deutsche Fußball Liga hofft auf eine Fortsetzung der ausgesetzten Spielzeit noch im Mai. Am 30. April soll bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten auch über die Bundesliga-Thematik gesprochen werden.

UEFA-Komitee hält Fortsetzung für möglich

Auch aus Sicht des medizinischen Komitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und den weiteren europäischen Ligen unter Beachtung bestimmter Vorgaben möglich.

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"Alle Fußball-Organisationen, die planen, ihre Wettbewerbe wieder aufzunehmen, werden umfassende Protokolle anfertigen, die sanitäre und betriebliche Bedingungen vorgeben, damit die Gesundheit der involvierten Personen gesichert und die öffentliche Ordnung beibehalten wird", sagte Tim Meyer, Vorsitzender des Komitees.

Unter diesen Bedingungen und unter Beachtung der örtlichen Vorgaben, sagte Nationalmannschafts-Arzt Meyer weiter, sei es "definitiv möglich, die unterbrochenen Wettbewerbe fortzusetzen".

Während die Bundesliga auf einen Neustart hinarbeitet, haben andere Ligen, etwa die Eredivisie in den Niederlanden, ihre Saison hingegen bereits abgebrochen. Die UEFA erwartet detailliertere Pläne der einzelnen Ligen bis zum 25. Mai.