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Dortmund - Im Streit um den nicht gegebenen Titel für die Handballerinnen des BVB melden sich nun auch die beiden Dortmunder Fußball-Stars Marco Reus und Mats Hummels zu Wort.

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Das Drama um die Entscheidung im Frauen-Handball gegen das Team von Borussia Dortmund ruft nun auch die Fußball-Profis des BVB auf den Plan. 

Marco Reus und Mats Hummels fühlen mit den Dortmunder Frauen, die beim endgültigen Abbruch der Bundesliga-Saison wegen der Coronakrise die Tabelle anführten, aber den Titel nicht zugesprochen bekamen - im Gegensatz zum THW Kiel in der Männer-Bundesliga.

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Hummels: "Mehr Gleichberechtigung gewünscht"

"Erst sind die Mädels um den Lohn für ihre starke Saison gebracht worden, dann ist es bei den Männern obendrein noch anders gehandhabt worden - das ist in gewisser Weise schon doppelt enttäuschend und auch unfair. An der Stelle hätte ich mir mehr Gleichberechtigung gewünscht", wird Hummels in der Bild zitiert.

Auch Kapitän Reus kann die Entscheidung der Frauen-Bundesliga nicht nachvollziehen. "Mir und uns allen in Dortmund tun die Mädels unfassbar leid. Sie haben eine geile Saison gespielt, genau wie die Jungs aus Kiel", sagte er. "Um zu beurteilen, warum zwei so verschiedene Entscheidungen getroffen wurden, kenne ich die Hintergründe zu wenig. Als Sportler kann ich die Entscheidung nicht gut finden."

Reus hofft auf schnelle Rückkehr

Was sein baldiges Comeback in der Bundesliga betrifft, ist der 30-Jährige optimistisch.

"Ich bin voll im Reha-Plan, läuferisch und mit dem Ball", sagte Reus im BVB-Podcast. Einen genauen Zeitpunkt nannte der Nationalspieler allerdings nicht. Der 30-Jährige hatte sich Anfang Februar beim Pokal-Aus bei Werder Bremen an den Adduktoren verletzt.

Der offensive Mittelfeldspieler hatte sich am 4. Februar beim Pokal-Aus der Borussia in Bremen eine Muskelverletzung in den Adduktoren zugezogen.

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Der durch die Corona-Krise bedingte derzeitige Liga-Stopp habe den Comeback-Druck gesenkt: "Als die Zwangspause kam, haben wir uns nochmals zusammengesetzt und gesagt, dass es jetzt hilfreich ist, die Verletzung gut auszukurieren und den Körper in einen besseren Zustand zu bringen. Um dann, wenn es wieder losgeht - oder ein bisschen später - wieder dabei zu sein."

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Reus: "Hoffentlich geht es bald wieder los"

Die jüngsten Aussagen von Politikern, nach denen die Fortsetzung der Saison in Geisterspielen unter bestimmten Voraussetzungen denkbar wäre, wertete Reus als ermutigendes Signal: "Ich würde am liebsten morgen wieder anfangen. Aber man muss wirklich schauen, ob alles gewährleistet ist, was die Regierung und die DFL von uns fordert. Wir im Verein haben bis jetzt alles dafür getan, dass es hoffentlich bald wieder losgeht."