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Düsseldorf - Seit Ende Januar ist Friedhelm Funkel nicht mehr Trainer von Fortuna Düsseldorf. Trotzdem bietet er seinem Ex-Klub in der Coronakrise - im Gegensatz zu den Spielern - einen Gehaltsverzicht an.

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Ausgerechnet Ex-Trainer Friedhelm Funkel hat sich deutlich für einen Gehaltsverzicht bei Fortuna Düsseldorf positioniert, während es noch keine Einigung zwischen den Verantwortlichen und den Spielern gibt. "Natürlich verzichte ich auf Gehalt", betonte Funkel im Gespräch mit der Bild. "Ein Anruf, dann ist das Thema erledigt. Ich bin dazu absolut bereit.”

Funkel mit besonderem Verhältnis zu Fortuna

Der 66-Jährige lieferte sogleich eine Begründung für sein Entgegenkommen, anstatt sich über seine Entlassung im Januar zu ärgern. Er "habe ein besonderes Verhältnis zum Verein, zur Geschäftsstelle, enge Beziehungen zu den Menschen dort", erklärte Funkel.

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"Wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, dass niemand entlassen werden muss, ist das eine Selbstverständlichkeit für mich. Das bin ich allen bei Fortuna schuldig", fuhr die Trainer-Legende, die nach der Entlassung im Januar noch Gehalt von der Fortuna bezieht, fort.

Fortuna-Boss glaubt an "faires Ergebnis" für alle

Funkel setzt damit ein deutlichen Signal - auch an seine ehemaligen Spieler. Zwar hatten vorletzte Woche vereinzelte Fortuna-Spieler wie Kapitän Oliver Fink oder Schalke-Leihgabe Steven Skrzybski einen Gehaltsverzicht angekündigt.

Es folgten aber bislang keine Ergebnisse. Das Team strebe einen "ganz eigenen Beitrag” an, ließ der Klub verlauten. Vorstandschef Thomas Röttgermann berichtete von einem positiven Austausch mit dem Mannschaftsrat. Er zeige Zuversicht, "dass wir in Kürze ein für beide Seiten faires Ergebnis erzielen werden. Wir haben eine großartige Mannschaft mit einem hohen Maß an Verständnis für die Realität, für die Solidarität wirklich mehr als nur ein Wort ist.”

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Der Vorstand selbst verzichtet auf 30 Prozent seiner Bezüge. Für Spieler, deren Verträge im Sommer enden, ein noch unverstellbares Szenario. Womöglich animiert Funkels Statement seine ehemalige Truppe zu sofortiger Solidarität.

Rösler noch glücklos

Funkel musste sich im Januar nach einem deutlichen Abwärtstrend in der laufenden Saison aus Düsseldorf verabschieden. Im Oktober 2019 feierte er noch sein 500. Bundesligaspiel auf der Trainerbank.

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Der neue Cheftrainer Uwe Rösler konnte das Ruder aber auch noch nicht rumreißen, die Fortuna steht auf Platz 16. (SERVICE: Tabelle) Noch ist wegen der Corona-Pandemie unklar, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.