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München - Der von der Mannschaft selbst vorgeschlagene Gehaltsverzicht beim FC Schalke 04 ist beschlossen. SPORT1 erklärt, mit wie viel Geld die Stars ihrem Klub helfen.

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Auch die Stars des FC Schalke 04 verzichten in der Coronakrise auf einen Teil ihres Gehalts, um dem Klub zu helfen. Das gaben die Knappen am Freitag bekannt.

Demnach stimmten die Schalker Spieler nicht nur dem teilweisen Gehalts- und Prämienverzicht zu, sondern es würde auch eine prozentuale Aussetzung ihrer Bezüge zunächst bis zum 30. Juni 2020 vereinbart.

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Wie SPORT1 bereits berichtete, kam der Vorschlag zum Gehaltsverzicht von den Schalke-Millionäre selbst!

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Schalke-Stars verzichten auf 30 Prozent ihres Gehalts

Auf Initiative von Kapitän Omar Mascarell, einer der Topverdiener, hatte der Mannschaftsrat, dem auch Daniel Caligiuri, Guido Burgstaller, Alexander Nübel und Benjamin Stambouli angehören, dem Klub vorübergehende Gehaltseinbußen vorgeschlagen - und zwar nach SPORT1-Informationen in Höhe von bis zu 30 Prozent!

Man sei sich der schwierigen Lage bewusst und wolle dem Verein helfen, so ist aus Teamkreisen zu hören. Die Profis könnten sogar noch weitergehen. Je nach Entwicklung der Lage hätten Mannschaft und Vereinsführung bereits signalisiert, auch über den 30. Juni 2020 hinaus weitere Schritte in Erwägung zu ziehen, teilte S04 mit.

"Dass die Spieler sich ihrer großen Verantwortung in dieser Art und Weise bewusst sind und ihre totale Solidarität zugesagt haben, ist ein großartiges Zeichen der Loyalität", freute sich Sportchef Jochen Schneider: "Unsere Spieler haben damit eindrucksvoll dokumentiert, was ihnen unser Verein bedeutet. Denn es ist ein ganz klares Signal: Wir alle stehen zusammen für unseren FC Schalke 04, nicht nur in guten, sondern vor allem auch in schlechten Zeiten."

Existenz-Kampf bei S04

Schalke kämpft aufgrund der Corona-Krise ums wirtschaftliche Überleben. Finanz-Boss Peter Peters sprach kürzlich von einer "existenzbedrohenden" Situation.

"Es geht wie bei vielen anderen Klubs auch um die Existenz", erklärte Schneider bei SPORT1: "Wir spielen Fußball, das ist unser Geschäft. Wenn wir das nicht tun können, dann haben wir keine Einnahmen. Und wenn ein Unternehmen keine Einnahmen hat, dann ist das schlecht."

Schalke ist zum Sparen verdammt

Auf Schalke sind sie zum Sparen verdammt. Die Pandemie bringt den Traditionsverein in eine finanzielle Schieflage.

Schon im Geschäftsjahr 2019 machte der Konzern ein Minus von 26,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von 275 Mio. Euro. Wird die Europa League in dieser Saison verpasst, rechnet man mit einem weiteren Umsatzrückgang auf 241 Mio. Euro (Corona-Verluste nicht mit eingerechnet).

Schneider: "Wir diskutieren täglich im Verein und sprechen über die wirtschaftlichen Auswirkungen. Wir haben verschiedene Maßnahmen getroffen. Bei uns gibt es einen Einstellungs- und Investitionsstopp. Auch Transfergespräche sind vorerst auf Eis gelegt. Es geht jetzt um andere Dinge. Wir müssen Prioritäten setzen." Man spüre von allen Seiten im Verein eine große Bereitschaft und Solidarität.

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Über 1900 Menschen bei S04 beschäftigt

Vor allem die Schalke-Profis wollen in Krisen-Zeiten vorangehen und so den rund 600 festangestellten Mitarbeitern helfen. Zählt man alle Helfer und Aushilfen hinzu, beschäftigt Schalke laut Konzernbericht 2019 sogar über 1900 Menschen.

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Im Jahr 2019 hat Schalke Gehälter und Löhne in Höhe von 116,6 Millionen Euro ausgegeben. Im Schnitt verdient ein Spieler bei den "Königsblauen" im Jahr etwas mehr als 2 Millionen Euro brutto. Ein Verzicht von bis zu 30 Prozent, wie ihn der Spielerrat anbot, bedeutet bei einem Monatseinkommen von durchschnittlich 166.000 Euro Einsparungen in Höhe von 50.000 Euro pro Spieler.

Ein starkes Zeichen der Schalke-Stars in schweren Zeiten!