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München - Niklas Süle feiert nach einer langen Pause sein Comeback auf dem Trainingsplatz. Seine Rückkehr ist absehbar, doch wie steht es um die anderen Sorgenkinder der Bayern?

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"Es hätte heute auch schneien können oder Sabine (das Sturmtief, d.Red.) hätte heute auch noch einmal kommen können, das wäre mir egal gewesen", wurde Niklas Süle am Donnerstag auf der Homepage des FC Bayern zitiert.

Der Innenverteidiger war "einfach nur glücklich", dass er nach seinem Kreuzbandriss zum ersten Mal seit knapp fünf Monaten wieder auf dem Trainingsplatz gegen einen Ball treten konnte.

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Bei seiner ersten Einheit hatte Süle "gar keine Probleme", trotzdem muss die Entwicklung des 24-Jährigen, der sich im Oktober 2019 verletzt hatte, abgewartet werden. Ob er in dieser Saison noch für die Münchner auflaufen kann, ist ungewiss. Spätestens zur Europameisterschaft im Sommer will Süle aber wieder fit sein.

"Aktuell kann man sagen: Es verläuft sehr gut. Eine Prognose abzugeben, wann er wieder auf dem Platz beim Team stehen kann, will ich jetzt nicht", sagte Trainer Hansi Flick am Freitag auf der Pressekonferenz vor Bayerns Duell mit Augsburg (Sonntag: FC Bayern - FC Augsburg ab 15.30 Uhr im LIVETICKER).

Sein Comeback im Lauftraining ist eine erfreuliche Nachricht für die Bayern, doch wie steht es um die anderen Sorgenkinder des deutschen Rekordmeisters?

Lucas Hernández

"Er hat immer wieder Probleme", schilderte Hansi Flick die Situation um den Franzosen auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel auf Schalke. Den Bayern-Coach treibt die Angst um, dass er Hernández "zu früh ins Rennen schicken" könnte.

Nach seinem Innenbandriss des Sprunggelenks ist der Innenverteidiger noch immer nicht bei 100 Prozent, zuletzt plagte ihn eine leichte Sehnenreizung. Im Heimspiel gegen den FC Augsburg am Sonntag soll Hernández aber wieder eine Option sein.

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Am Donnerstag absolvierte der 85-Millionen-Mann eine Extraeinheit am eigentlich trainingsfreien Tag. "Javi Martínez und Lucas Hernández haben beide heute trainiert", sagte Flick am Freitag. 

Er fügte an, dass es "wichtig war, dass er gegen Schalke eine Pause bekommen hat, die hat er gebraucht. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man bei ihm aufpassen muss. Er ist ein sehr engagierter Spieler, der auch mal über den Schmerz hinweggeht. Das ist für seine Entwicklung nicht immer das Beste."

Flick betonte: "In meinen Überlegungen spielt er eine Rolle"

Jérôme Boateng

Wegen eines Magen-Darm-Infekts konnte der 31-Jährige nicht mit seinem Team nach Gelsenkirchen reisen. Mittlerweile ist Boateng aber wieder fit, am Mittwochvormittag absolvierte er mit den Amateuren der Bayern eine Trainingseinheit an der Säbener Straße.

Zuletzt hatte sich der Innenverteidiger mit starken Leistungen einen Stammplatz erkämpft. Gegen Augsburg wird er Flick wieder zur Verfügung stehen.

Javi Martínez

Nach einem Muskelbündelriss ist Martínez laut Flick noch immer nicht bei 100 Prozent. Bei der Partie beim FC Schalke 04 stand der Spanier wieder im Kader, zum Einsatz kam er aber noch nicht.

Das könnte sich gegen Augsburg ändern, es wäre sein erstes Bundesligaspiel seit dem 21. Dezember 2019. Auch Martínez zeigte sich am Donnerstag auf dem Trainingsplatz.

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Laut Flick steht der Routinier wie auch gegen Hernández gegen Augsburg zur Verfügung.

Kingsley Coman

"Kingsley ist im Soll", sagte Flick vor dem Schalke-Spiel. Coman macht eine Verhärtung im Oberschenkel zu schaffen, zuletzt beinhaltete sein Trainingsplan intensives Lauftraining. Das Spiel gegen den FCA kommt aber noch zu früh.

"Kingsley Coman ist noch nicht so weit, dass er am Sontag auflaufen kann", erklärte Flick am Freitag.

Robert Lewandowski

Nach seinem Anbruch der Schienbeinkante hat die Lebensversicherung der Bayern immerhin keine Schmerzen mehr. Der Zeitplan bleib allerdings bestehen: Ende März soll Lewandowski das Mannschaftstraining wieder aufnehmen und voll belastbar sein.

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Das Ziel des Stürmerstars ist es, sein Comeback spätestens am 4. April gegen Ex-Klub Borussia Dortmund zu feiern.

Flick dazu: "Im Moment ist es so, dass wir davon ausgehen. Wir müssen aber step by step gehen. Es sieht ganz gut aus, er hat keine Probleme."

Ivan Perisic

Bei einem Trainings-Tackling von Álvaro Odriozola hatte sich Ivan Perisic Anfang Februar den rechten Knöchel gebrochen. Nach SPORT1-Informationen will Perisic zum Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea am 18. März wieder spielfit sein.

In der kommenden Woche soll der Kroate wieder voll ins Teamtraining einsteigen.

"Bei Ivan, Niklas und Robert ist es klar, dass sie länger ausfallen", sagte Flick.