Lesedauer: 3 Minuten

München - Die Verhandlungen zwischen Manuel Neuer und dem FC Bayern stocken, weil der 34-Jährige bis 2025 bleiben will. Neuzugang Nübel muss bibbern - das sagt sein Berater dazu.

Anzeige

Nun scheint klar, warum die Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern und dem Management von Manuel Neuer ins Stocken geraten sind. Neuer will in München einen Rentenvertrag unterschreiben, fordert laut Bild einen Vertrag bis 2025. Nach SPORT1-Informationen bieten ihm die Münchner hingegen eine zweijährige Verlängerung bis 2023 – noch.  

Sportlich und menschlich gibt es am 34-Jährigen keinerlei Zweifel. Neuer ist Kapitän, Leistungsträger, Führungspersönlichkeit in einem. Nun könnte man meinen: Warum nicht bis 2025 verlängern, wenn man ihn ohnehin bis 2023 behalten will?  

Anzeige

DAZN gratis testen und die Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Ein Grund könnte die Verpflichtung von Alexander Nübel sein. Der Noch-Schalker soll Neuers Erbe antreten, wurde daher mit einem Vertrag bis 2025 ausgestattet. Er wurde verpflichtet, weil auch im Bayern-Tor der Umbruch eingeleitet werden soll.  

Jetzt das aktuelle Trikot des FC Bayern bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Das Vertragsangebot an Neuer bis 2023 könnte zum Karriereplan passen, den die Münchner Nübel präsentiert haben sollen. Sich erstmal hinten anzustellen, von Neuer zu lernen, um ihn möglicherweise spätestens 2023 zu ersetzen.   

Was, wenn Neuer aber tatsächlich bis 2025 unterschreibt? 

Gelassenheit bei Nübel-Berater Backs  

"Die Vertragsverhandlungen zwischen Manuel Neuer und dem FC Bayern sind für uns überhaupt kein Thema. Ich habe darüber auch noch nicht eine Sekunde mit Alexander gesprochen", betont Nübel-Berater Stefan Backs im Gespräch mit SPORT1.  

Auf Seiten des zukünftigen Herausforderers herrscht Gelassenheit und Vertrauen auf dessen Qualitäten, die unbestritten sind und er im Tor der Königsblauen zur Genüge nachgewiesen hat. In den vergangenen Wochen haben sich die Parameter allerdings verändert.

Nübel, 23, kommt nicht als Supertalent nach München. Er ist auf Schalke derzeit nur Nummer zwei, aus Leistungsgründen. Der Bayern-Kabine, deren Rückhalt sich Neuer gewiss sein kann, ist diese Entwicklung nicht verborgen geblieben.  

Für einen Wechsel nach München, mit dem Auftrag die langjährige Nummer eins zu verdrängen, sind das keine guten Vorzeichen.  

Thomas Helmer sieht Zwickmühle

"Für die Bayern ist es eine Zwickmühle. Eine Baustelle, die man derzeit nicht braucht. Ob sie mit Neuer wirklich nochmal vier Jahre verlängern? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich Nübel vier Jahre auf die Bank setzt”, sagt Thomas Helmer, SPORT1-Experte und Moderator des CHECK24 Doppelpass.  

Verlängern die Münchner nun mit Neuer um weitere vier Jahre, wäre die öffentliche Wahrnehmung, dass sie Nübel Neuers Erbe doch nicht zutrauen. Zudem binden sich die Münchner weitere vier Jahre an einen Topverdiener, dessen geschätztes Jahresgehalt bei rund 15 Millionen liegen soll. 

Meistgelesene Artikel

 Nübel allerdings schlug andere Top-Offerten aus, um sich dem FCB anzuschließen. Mit dem klaren Ziel, sich nicht jahrelang auf die Bayern-Bank zu setzen.  

Da Nübel aber nicht als Lautsprecher und schon gar nicht als Querulant bekannt ist, ist ein öffentlicher Zwist zwischen den beiden Torhütern nicht zu befürchten. "Dass es Theater gibt, glaube ich nicht", sagt Helmer. "Nübel kann auch noch keine Ansprüche stellen."