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Trotz der andauernden Coronakrise nimmt der FC Augsburg das Training wieder auf. Dabei werden laut Heiko Herrlich aber Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

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Wenn Heiko Herrlich über das aktuelle Training beim FC Augsburg spricht, klingt das nur bedingt nach Fußball.

Zweikämpfe seien "tabu", sagte der Trainer der Schwaben, und das gelte angesichts der Ansteckungsgefahr in der Coronakrise für jegliche Spielformen.

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Und doch ist Herrlichs FCA derzeit der Bundesligist, der am nächsten dran ist an der einstigen Normalität.

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FC Augsburg trainiert trotz Corona wieder

Seit Montag rollt in Augsburg wieder der Ball, der 14. der eingefrorenen Bundesliga-Tabelle trainiert in Kleingruppen mit bis zu acht Profis auf dem Platz - das gibt es so nirgendwo sonst. "Jeder Fußballer möchte den Ball am Fuß und den Rasen spüren", sagte Herrlich in verschiedenen Interviews.

Außerdem solle seine Mannschaft auf die Wiederaufnahme der Saison, wann immer diese komme, "bestmöglich vorbereitet sein." Wenn man "von 100 auf Null fährt" wie aktuell viele in der Krise, sei das für einen Leistungssportler "eine Katastrophe". Deswegen: wenigstens ein bisschen Beschäftigung.

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Training "unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen"

Der FCA legt größten Wert darauf, dass das Training "unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen" ablaufe, wie Herrlich betonte: "Wir wollen alles daran setzen, dass sich hier keiner was holt - obwohl man das nie komplett ausschließen kann."

Die Spieler nutzen mehrere Plätze, außerdem stehen ihnen in der WWK-Arena mehrere Kabinen zur Verfügung, die danach gereinigt und desinfiziert werden. Bei den Einheiten wird taktisch, aber auch athletisch gearbeitet, "meistens mit Ball, mit Abschluss, da kommt man sich nicht zu nah", sagte Herrlich.

Distanz wird auch beim Essen in der Fankneipe gewahrt. Die Spieler sitzen an Einzeltischen, können laut Herrlich "aber trotzdem über vier, fünf Meter kommunizieren. Das ist wichtig für die Jungs, dass man im Gespräch bleibt, seine Sorgen und Ängste teilt, die wir alle haben." All das ertragen Kapitän Daniel Baier und Co. angeblich klaglos, "die Jungs ziehen super mit".

Das machen Wolfsburg, Bremen und der BVB

Die anderen Klubs beobachten genau, was in Augsburg passiert. In Wolfsburg hofft der VfL mittels einer Ausnahmeregelung in Niedersachsen auf ein ähnliches Modell ab nächster Woche.

In Bremen sollen Kleinstgruppen laut Werder-Trainer Florian Kohfeldt im Stadion "auch mit Ball" üben. In Dortmund tun das laut Bild aktuell schon maximal drei Profis der Borussia mit einem Trainer auf dem Platz - auf freiwilliger Basis.

Darum darf Augsburg trotz Corona trainieren

Doch sind private Treffen von mehr als zwei Personen nicht seit Sonntag bundesweit untersagt? Der Schlüssel liegt im Zusatz "privat".

"Unsere Trainingsplätze sind ja keine städtischen Freizeit-Anlagen, sondern Betriebsstätten", heißt es vom FCA. Wolfsburgs Sportgeschäftsführer Jörg Schmadtke betonte: "Wir sind keine Freizeit-Veranstaltung, wir gehen unserem Job nach."

Vorstandschef Thomas Röttgermann von Fortuna Düsseldorf, deren Profis individuell trainieren, forderte von der Politik eine allgemeingültige Regelung.

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"Sonst haben wir einen Flickenteppich von 18 verschiedenen Lösungen bei 18 verschiedenen Vereinen", sagte er dem Express. Röttgermann will keine Sonderstellung für den Fußball, aber gleiche Regeln für alle.

Die aktuelle Lage in Nordrhein-Westfalen komme einem faktischen Berufsverbot für die Fortuna-Profis gleich, betonte der Funktionär. "Fußballer, die trainieren, sind keine Freizeitgruppe, die über einen Boulevard spaziert! Ich sehe in Supermärkten durchaus auch mehr als zwei Mitarbeiter. Da muss man sehen, dass man den Fußball richtig einordnet."