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Die Corona-Pause trifft die Vereine der Bundesliga schwer. Soweit möglich, wird aber trainiert. Das sind die Fahrpläne der 18 Bundesliga-Klubs.

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Bundesliga-Spieltage 26 und 27 wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Ob Anfang April wieder gespielt wird, ist offen.

Was machen die 18 Bundesliga-Klubs und ihre Spieler in der Zwangspause?

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Einerseits müssen die Bundesligisten auf die Gesundheit ihrer Spieler und Mitarbeiter im Verein achten, andererseits muss irgendwie auch die Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten werden, sollte der Ball in absehbarer Zeit doch wieder rollen.

SPORT1 zeigt die Corona-Fahrpläne der 18 Bundesliga-Klubs:

BAYERN MÜNCHEN:

Nach der kurzfristigen Absage des Bundesliga-Spieltags gab der Rekordmeister seinen Spielern am Samstag und Sonntag frei. Am Montag wurde das für Dienstag angesetzte Teamtraining an der Säbener Straße abgesagt. Auch am Mittwoch findet dort kein Training statt. Wann wieder vor Ort trainiert wird, ist offen.

Stattdessen erhielten die Spieler individuelle Trainingspläne für zuhause. Um ihr Fitnesslevel zu halten, trainieren die Spieler unter anderem auf Fahrradergometern mit Laufuhren, die die Fitnessdaten speichern. Der Verein lieferte die entsprechenden Geräte am Dienstag an die Spieler aus.

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BORUSSIA DORTMUND:

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie gab der BVB am Dienstag allen Profis bis zum kommenden Montag frei. Lucien Favre und sein Trainerteam statteten die Spieler allerdings mit individuellen Trainingsplänen aus. Zudem schließt der BVB bis auf Weiteres alle seine Fanshops.

RB LEIPZIG: 

Der Herbstmeister machte Sonntag und Montag frei. Ab Dienstag begannen die Spieler wieder mit individuellen Laufeinheiten, ehe am Freitag das Mannschaftstraining starten soll. Alle Einheiten sind nicht öffentlich.

"Unsere Spieler haben außerdem eine Verhaltensempfehlung erhalten. Sie sollen in Deutschland und Leipzig bleiben und so wenig Kontakt mit anderen haben. Unsere Jungs sind nicht in Isolation, es geht lediglich darum, bewusst zu agieren", sagte Sportdirektor Markus Krösche.

Außerdem schickte RB alle Nachwuchsspieler aus dem Jugendinternat heim zu ihren Eltern.

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BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH: 

Der Plan vor der DFL-Sitzung war: Vier Einheiten von Dienstag bis Donnerstag, danach ist noch einmal drei Tage trainingsfrei. Die Spieler stehen auch nicht für Autogramme, Fotos oder Interviews zur Verfügung.

Spieler, Trainer und Betreuer wurden in den vergangenen Tagen nochmals über das Coronavirus und die hygienischen Maßnahmen informiert, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Vorsorgliche Corona-Tests wurden aber nicht durchgeführt. Das macht nach Einschätzung unserer Mediziner keinen Sinn. Momentan gibt es keinerlei Anzeichen für eine Infektion. Natürlich beobachten wir aber sehr genau, ob bei jemandem Symptome auftreten, die einen Test nötig machen", sagte Sportdirektor Max Eberl.

BAYER LEVERKUSEN:

Am vergangenen Samstag wurde trainiert, danach erfolgte die Freistellung der Mannschaft bis einschließlich Dienstag. "Wir bereiten uns in Leverkusen intensiv auf das nächste derzeit geplante Spiel am 4. April gegen den VfL Wolfsburg vor. Testspiele gegen externe Gegner sind nicht geplant. Es gibt kein öffentliches Training, Pressekonferenzen sind nicht geplant", hieß es auf SPORT1-Nachfrage am Wochenende.

Außerdem teilte der Verein mit: "Die medizinische Betreuung der Spieler, Betreuer und natürlich auch die ihrer Familienangehörigen ist auf hohem Niveau wie immer. Aufgrund der besonderen Lage wurden Spieler und Mitarbeiter nochmals intensiv und umfangreich über das Coronavirus und die notwendigen hygienischen Verhaltensmuster informiert. Natürlich werden sofort entsprechende Tests durchgeführt, sollte es Hinweise auf eine Erkrankung geben. Derzeit gibt es innerhalb der Mannschaft und in deren Umfeld keine Erkrankungen am Coronavirus."

SCHALKE 04:

Freie Tage gab es für die Spieler am Samstag und Sonntag, ein Laktattest war für Montag angesetzt. Danach ging es ins Home Office für die S04-Profis. Bis einschließlich Sonntag sollen die Spieler nach einem individuell erstelltem Plan von zu Hause aus trainieren. Zudem sollen alle Spieler in Gelsenkirchen und Umgebung bleiben und dürfen nicht verreisen, auch die ausländischen Spieler dürfen nicht in ihre Heimat zurück. Alle Spieler haben genaue Regeln und Verhaltensmaßnahmen in ihren Sprachen bekommen.

Die Königsblauen hoffen auf eine Rückkehr auf den Trainingsplatz am kommenden Montag.

Nicht nur die Profis, sondern auch der Nachwuchs ist betroffen. Die "Knappenschmiede", das Nachwuchsleistungszentrum der Schalker, bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

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VFL WOLFSBURG:

Am Samstag ging es für die Wölfe in den Kraftraum und am Sonntag wurde auf dem Platz gearbeitet. Das war aber zunächst die letzte Einheit. Bis einschließlich 22. März findet kein Mannschaftstraining mehr statt.

Für die Woche erhielt jeder Spieler individuelle Trainingspläne. Die nächste gemeinschaftliche Einheit ist vorläufig für den 23. März um 15 Uhr angesetzt.

SC FREIBURG:

Am Sonntag und am Montag hatte die Mannschaft frei. Am Dienstag entschied der Sport-Club, dass bis auf Weiteres keine Trainingseinheiten am Stadion stattfinden. Zuvor wurden bereits sämtliche öffentliche Veranstaltungen wie öffentliche Trainingseinheiten, Autogrammstunden oder Stadionführungen abgesagt.

Die Spieler von SC-Trainer Christian Streich arbeiten aktuell im Home Office an ihrer Fitness. "Die Entscheidung, dass die Spieler bis auf weiteres individuell zuhause trainieren, haben wir in enger Abstimmung mit unseren Ärzten getroffen. Auch hier geht es darum, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen. Die Spieler bekommen Trainingspläne und Trainingsvideos an die Hand. Jeder Spieler bekommt ein Spinningrad nach Hause. Wir müssen bestmöglich gerüstet sein, wenn ein Mannschaftstraining wieder möglich ist", sagte SC-Vorstand Oliver Leki in einem Interview auf der Klub-Webseite.

TSG HOFFENHEIM:

Am Dienstag absolvierte das Team von Alfred Schreuder eine vorerst letzte Laufeinheit am Trainingszentrum in Zuzenhausen. Bis auf Weiteres trainieren die Spieler mit individuellen Plänen zuhause.

1. FC KÖLN:

Die Kölner schickten ihre Spieler am Dienstag ins Home Office. Zudem wurden die Profis mit Spinningrädern ausgestattet, um sich fitzuhalten. "Über allem steht die Gesundheit eines jeden Einzelnen. Wir müssen Rücksicht aufeinander nehmen und den Ratschlägen der Behörden folgen", sagte Marco Höger via Videobotschaft.

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Das nächste Training am Geißbockheim ist zunächst für den 27. März geplant.

UNION BERLIN:

Das Überraschungsteam aus Köpenick will sich erst am Freitagnachmittag wieder zum Training versammeln. Bis dahin sollen die Spieler individuell arbeiten und möglichst nicht verreisen.

Man habe keine Reiseverbote ausgesprochen, betonte Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert weiter, "aber es ist jedem klar, dass das kein Urlaub ist, sondern eine Unterbrechung der Saison. Viele Spieler haben ihre Familien hier, jeder der Jungs ist alt genug und hat genügend Kenntnis über die aktuellen Gegebenheiten. Jeder Spieler weiß, wie er sich zu verhalten hat."  

EINTRACHT FRANKFURT:

Kein Mannschaftstraining bis einschließlich 23. März. Am Dienstag stand noch ein Laktattest auf dem Programm. Die Spieler bekamen individuelle Trainingspläne ausgehändigt und halten sich selbstständig im Austausch mit dem Trainerteam fit. Zudem wird den Spielern und dem Betreuerstab auferlegt, nicht zu reisen und sich in den eigenen Räumlichkeiten aufzuhalten.

HERTHA BSC:

Aufgrund eines Coronafalls im Team musste der für Dienstag angesetzte Trainingsstart wieder abgesagt werden. Für alle Spieler und Trainer wurde eine zweiwöchige häusliche Quarantäne angeordnet.

"Alle Spieler unseres Kaders müssen nun die nächsten zwei Wochen zuhause bleiben, was auch einen individuellen Trainingsplan außer Haus ausschließt. Wir werden jetzt beobachten, ob noch weitere Fälle dazukommen, denn davon ist der Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining abhängig", sagte Mannschaftsarzt Dr. Uli Schleicher.

Manager Michael Preetz ergänzte: "Das Wichtigste ist, dass sich alle nun an die Regeln halten. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist. Wann die Mannschaft wieder gemeinsam auf dem Platz stehen kann, ist derzeit noch offen. Bis dahin können die Jungs lediglich zuhause täglich ein Stabilisationsprogramm durchführen, was ihnen unsere Athletiktrainer mit an die Hand gegeben haben."

FC AUGSBURG: 

Der FCA hält den Trainingsbetrieb vorerst aufrecht, die Einheiten finden aber nicht öffentlich statt. Personenkontakte zur Mannschaft sollen auf ein Minimum reduziert werden, es werden auch keine Interviewtermine organisiert. 

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FSV MAINZ 05: 

Trainer Achim Beierlorzer gönnte seinen Spielern am Sonntag und Montag etwas Zeit zur Erholung. Eigentlich sollte ab Dienstag wieder auf dem Trainingsgelände gearbeitet werden, doch die Einheiten am Bruchweg wurden bis auf Weiteres ausgesetzt.

Beierlorzer gab seinen Spielern entsprechende Pläne mit an die Hand. "Mit den Trainingsplänen können sie sich gemäß ihren jeweiligen individuellen Anforderungen zu Hause belasten, damit wir sobald die Gesamtsituation es zulässt mit bestmöglicher Fitness wieder ins normale Mannschaftstraining gehen können. Natürlich bleiben sowohl Trainerstab als auch medizinische Abteilung weiter im engen Austausch mit unseren Spielern", sagte Beierlorzer.

FORTUNA DÜSSELDORF: 

Samstag wurde trainiert, am Sonntag den Spielern frei gegeben. Seither trainieren die Profis individuell, stehen aber in regelmäßigem Austausch mit Trainer Uwe Rösler.

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WERDER BREMEN: 

Das Mannschaftstraining wurde für das Wochenende ausgesetzt, die Profis haben von Trainer Florian Kohfeldt individuelle Trainingspläne erhalten. Ludwig Augustinsson absolvierte laut Berichten Fitnesseinheiten auf dem Trainingsgelände des Weserstadions.

SC PADERBORN: 

Nach dem ersten Coronafall der Bundesliga bei Verteidiger Luca Kilian setzt der Aufsteiger auf totale Abschottung. Das Tabellenschlusslicht verhängte eine 14-tägige häusliche Quarantäne für Teile der Mannschaft, führte 45 Tests bei Spielern und Mitarbeitern durch, stellte bis auf Weiteres den Trainingsbetrieb ein, schloss Geschäftsstelle und Fanshop. Mehr Abschottung geht nicht. Wer sich fit fühlt, trainiert individuell, etwa mit Hanteln und Spinning-Bike.