Kölns Sportchef Horst Heldt
Horst Heldt kritisiert UEFA und FIFA wegen deren Umgangs mit der Corona-Krise © Getty Images
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Mönchengladbach - Horst Heldt wettert gegen UEFA und FIFA wegen deren Umgangs mit der Corona-Krise. Die Länderspiele Ende März sind für den Sportchef des 1. FC Köln "Wahnsinn".

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Horst Heldt hat für eine Verlegung der Fußball-EM ins kommende Jahr plädiert und gleichzeitig die Europäische Fußball-Union (UEFA) und den Weltverband FIFA in die Pflicht genommen.

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"So langsam sollten FIFA und UEFA aus der Deckung kommen und sich nicht verstecken", sagte der Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln nach der 1:2 (0:1)-Niederlage im ersten Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte bei Borussia Mönchengladbach.

 Durch das sich ausbreitende Coronavirus werden weitere Spiele ohne Fans folgen, zudem droht der Liga ein Terminchaos. Ein reguläres Saisonende Mitte Mai erscheint fragwürdig.

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"Vielleicht spielen wir einfach die Europameisterschaft im nächsten Jahr. Das würde uns allen Luft verschaffen", sagte Heldt mit Blick auf die paneuropäische EURO (12. Juni bis 12. Juli). Derzeit hält die UEFA an der Austragung fest.

Für die geplanten Länderspiele Ende März zeigt Heldt kein Verständnis. "Die Länderspiele halte ich absolut für den Wahnsinn. Die Spieler reisen um die Welt. Man sieht und hört nichts von ihnen. Das halte ich für den Oberwitz schlechthin", sagte Heldt.

Zum weiteren Umgang mit der Epidemie und den Auswirkungen auf den Bundesliga-Spielplan erklärte er: "Ich sehe das ähnlich wie die meisten Kollegen, dass wir auf jeden Fall zu Ende spielen sollten."

Die Saison abzubrechen, "da könnte ich am wenigsten mit anfangen. Ob sie im Mai zu Ende gespielt wird, werden wir sehen. Vielleicht spielen wir die Europameisterschaft einfach nicht in diesem Jahr, sondern im nächsten Jahr. Das würde uns allen Luft verschaffen."