Kai Havertz wird Bayer Leverkusen im Sommer voraussichtlich verlassen
Kai Havertz wird Bayer Leverkusen im Sommer voraussichtlich verlassen © Getty Images
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München - Kai Havertz trifft auch gegen Frankfurt und stellt einen Rekord auf. Sein Marktwert dürfte nach dem überstandenen Formtief weiter in die Höhe schnellen.

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"Irgendwann macht es wieder klick bei ihm", hatte Stefan Kießling, Leverkusens Assistent der Geschäftsführung, im Februar im CHECK24 Doppelpass gesagt. Und er hat recht behalten.

In den letzten sieben Spielen hat Leverkusens Mittelfeldstar Kai Havertz wieder zu alter Stärke zurückgefunden.

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Vier Tore und sechs Assists verbuchte er in diesem Zeitraum für die Werkself.

Havertz bricht Rekord

Auch an diesem Wochenende zeigte er seine Klasse. Nur vier Minuten dauerte es, bis der Youngster, dessen Abschied am Ende der Saison trotz Vertrags bis 2022 als beschlossene Sache gilt, die Fans in der BayArena beim 4:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zum Jubeln brachte. Nach einer flachen Hereingabe von Moussa Diaby kam der deutsche Nationalspieler zum Abschluss.

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Es war sein 30. Bundesliga-Tor - ein historisches. Denn so jung - 20 Jahre und 270 Tage - war vor ihm beim Erreichen dieser Marke noch niemand. Bislang hielt diesen Rekord Schalke-Legende Klaus Fischer, der 15 Tage älter war.

Erste Formkrise mit Anfang 20

In der Hinrunde gab es Phasen, da schien dieser Rekord weit weg zu sein. Die Gerüchte um einen Wechsel nahmen zu, Havertz' Leistung dagegen ab. Der Linksfuß fiel in sein erstes Formtief.

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Er war nicht mehr das, was er vorher war: der Mann fürs Besondere, der Spieler, der den Unterschied ausmacht.

Von Ende September bis Ende Januar blieb er komplett ohne Torbeteiligung und musste sich sogar Pfiffe der eigenen Fans gefallen lassen.

Bayern zweifeln an Transfer

Prompt begannen selbst die Bayern, die ganz oben auf der Liste der Interessenten stehen, zu zweifeln.

Auf der Entscheider-Ebene um FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und dessen Nachfolger Oliver Kahn, so erfuhr SPORT1, gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob Havertz mit aller Macht geholt werden soll.

Einigkeit herrschte nur darüber, dass die kolportierten 130 Millionen Euro, die Bayer für den gebürtigen Aachener fordern soll, zu viel sind - oder waren.

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Denn in den vergangenen Wochen hat sich Havertz wieder ins Rampenlicht gespielt und womöglich die letzten Zweifel weggewischt.

Die Entwicklung seines Marktwerts, so viel scheint sicher, hat den Bayern in den vergangenen Wochen nicht in die Karten gespielt.

Kritik hinterlässt Spuren bei Havertz

"Seit Anfang Januar ist er wieder der Kai, den wir alle von der vergangenen Saison kennen", sagte Peter Bosz Ende Februar voll des Lobes.

Das liegt auch an der komplizierten Zeit zuvor, die bei Havertz Spuren hinterlassen hat.

"Es gab damals oft ungerechte Kritiken", sagte er nach seiner Gala-Vorstellung (ein Tor und zwei Vorlagen) beim 3:1-Sieg in der Europa League beim FC Porto.

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"Ich bin ein junger Spieler. Da ist es normal, dass es zu Leistungsschwankungen kommt", erklärte Havertz, dem Freunde und Familie Halt gaben.

Havertz: "Ich bin wieder der Alte"

Zumindest "weiß ich ja nun, wie sich das (Kritik, Anm. d. Red.) anfühlt", fügte er an.

Auch das hilft für ein mögliches Engagement beim FC Bayern, wo die Leistungen noch deutlich mehr seziert werden als in Leverkusen.

Der Poker um Deutschlands Mega-Talent wird Richtung Saisonende wieder an Fahrt aufnehmen. Doch dieses Mal will sich Havertz davon nicht beeindrucken lassen und Leverkusen in die Champions League führen.

Eine Warnung an die Konkurrenz schickte er am Samstag bei Sky noch raus: "In der Hinrunde hat meine Konstanz gefehlt. Ich habe mich ein bisschen befreit. Ich bin wieder der Alte."